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MI | 11.04.2012
Spionageaffäre, Bild: ORF Tirol
Plansee Spionage
Mutmaßlicher Spion belastet Plansee
Die Aussagen des mutmaßlichen Planseespions in einem Tiroler Monatsmagazin sorgen für Aufregung. Der Verdächtige sieht sich selbst als Opfer seines ehemaligen Arbeitgebers Plansee. Dort wiederum weist man die Vorwürfe zurück.
Plansee habe profitiert
Im ECHO-Interview bestreitet der Ex-Plansee-Mitarbeiter nicht, Material aus seiner Zeit bei Plansee weitergegeben zu haben. Eine bewusste Auskundschaftung und dass es sich dabei um Betriebsgeheimnisse gehandelt hätte, streitet er ab: Vielmehr habe Plansee die Pläne seiner ehemaligen Kunden erhalten. Plansee habe diese dann lediglich umgezeichnet und mit einem Plansee-Copyright versehen.
Michael Schwarzkopf Vorstandsvorsitzender von Plansee
Bild: Michael Schwarzkopf
Michael Schwarzkopf: "Laufendes Verfahren"
Dazu der Vorstandsvorsitzende von Plansee, Michael Schwarzkopf gegenüber dem ORF Tirol: "Ich bin befremdet darüber, dass es vom Magazin ECHO eine so einseitige Aussage gibt, ich wurde in keiner Weise um eine Stellungnahme dazu gebeten.

Meines Erachtens ist das der Beweis für eine Person, die ein unheimlich schlechtes Gewissen haben muss, weil sonst kann man mit solchen Aussagen nicht in die Medien gehen. Wir werden uns sicher überlegen ob wir hier nicht auf Rufschädigung klagen."

Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, will Schwarzkopf vorerst keine weiteren Stellungnahmen abgeben.

Die Anklageschrift liegt derzeit noch bei der Staatsanwaltschaft, die dann entscheiden wird, ob es tatsächlich zu einer Anklage gegen den möglichen Industriespion kommen wird.
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