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MI | 11.04.2012
Josef Hechenberger (Bild: Bauernbund)
Am Montag
Hechenberger rückt an Spitze der Kammer
Ein junger Bauer aus dem Unterland soll ab Montag an die Spitze der Tiroler Landwirtschaftskammer rücken. Josef Hechenberger ist 32 Jahre alt und führt seinen Hof als Nebenerwerbsbauer.
Am Oberhaslachhof
Seit 15 Jahren Bauer im Alpbachtal
Seit 15 Jahren bewirtschaftet Josef Hechenberger den Oberhaslachhof im Alpbachtal. Gemeinsam mit seiner Frau Katharina kümmert sich der Vater zweier Mädchen um die rund 30 Milchkühe und 35 Jungrinder.
Nebenerwerbsbauer
Für Josef Hechenberger ist Bauersein eine Berufung - wenngleich er wie viele andere Tiroler Bauern auch seinen Hof im Nebenerwerb bewirtschaftet.
Probleme der Bauern kennen gelernt.
Bislang Berater bei der Kammer in Kufstein
Vor zwei Tagen hat er seinen Job als Berater in der Landwirtschaftskammer Kufstein aufgegeben, um das Präsidentenamt anzutreten. Bei dieser Arbeit habe er die täglichen Probleme der Bauern genau kennen gelernt, so Hechenberger.
Anton Steixner (Bild: ORF) Von Steixner nominiert
Rund um die Bestellung Hechenbergers hatte es Querelen gegeben. Viele Kammer-Mitglieder fühlten sich von der Nominierung durch Toni Steixner, dem Obmann des Tiroler Bauernbundes, überrumpelt. Diese Missverständnisse seien ausgeräumt, er wolle jetzt mit allen gemeinsam an einem Strang ziehen, sagt Hechenberger.
Hechenberger über seine großen Ziele
Die Landwirtschaftskammer sieht er als Partner der rund 15.000 aktiven Bauern im Land. Er wolle die flächendeckende Landwirtschaft in Tirol aufrechterhalten, nennt Hechenberger als eines seiner großen Ziele, den Betrieben wolle er künftig stärker zur Seite stehen und in der Vermarktung besser werden.
Großgrundbesitzer sollen Grund für sozialen Wohnbau zur Verfügung stellen.
Positiv zu Steixner-Vorschlag
Positiv bewertet Hechenberger den Vorschlag Toni Steixners, wonach Großgrundbesitzer, also auch Bauern, künftig die Hälfte ihrer Flächen für den sozialen Wohnbau zur Verfügung stellen sollen.

Die Bauern würden sich zu ihrer sozialen Verantwortung bekennen, so Hechenberger. Außerdem gehörten zwei Drittel der gewidmeten Flächen anderen Personengruppen und nicht den Bauern.
Produkte der Bauern bleiben begehrt
Um die Zukunft der Tiroler Bauern fürchtet er nicht. Gesunde, naturnah produzierte Nahrungsmittel werden künftig noch mehr Bedeutung für die Konsumenten haben, ist sich der künftige Präsident sicher.
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