Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Mayrhofen-Gondelabsturz (Bild: Köchler)
Penkenbahn
Ein Toter bei Gondelabsturz
Eine Bergegondel der Penkenbahn im Zillertal ist Donnerstagvormittag im Gemeindegebiet Finkenberg abgestürzt. Es befanden sich drei Arbeiter in der Kabine. Ein Arbeiter starb, die beiden anderen sind schwer verletzt.
Ein Toter, zwei schwer Verletzte
Der Zwischenfall ereignete sich im Zuge einer Bergeübung etwa hundert Meter vor der ersten Stütze. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte die Bergegondel aus rund 40 Meter Höhe in steiles Gelände ab.
Mayrhofen-Gondelabsturz (Bild: Köchler)
Bei dem Absturz wurden zwei Arbeiter schwer verletzt. Sie wurden in kritischem Zustand in die Klinik eingeliefert. Für den dritten Mann kam jede Hilfe zu spät.
Absturzstelle Penkenbahn (Bild:ORF)
Absturzstelle
Bergewagen stürzte 40 Meter tief
Der Unfall passierte bei einer Bergeübung, schildert Betriebsleiter Josef Geisler:

"Der Bergewagen wurde bei der Stütze eins auf das Zugseil gehoben. Die Arbeiter haben dann einen Seilreiter gesetzt und sind 20 Meter Richtung Tal gefahren. Dann wurde per Funk der Befehl gegeben, die Winde langsam zu stoppen und wieder Richtung Berg zu fahren. Nach dem Entfernen des Seilreiters wurde wieder das Kommando zum Anfahren gegeben.

Unmittelbar danach gab es dann ein Geräusch beim Zugseil und der Wagen ist abgestürzt. Wir wissen nicht, warum, und müssen abwarten, was die Sachverständigen herausfinden."
Verletzte außer Lebensgefahr
"Wir stehen alle noch unter dem Schock des Unfalls und sind tief bestürzt", so Bergbahnen-Vorstand Josef Reiter:

"Unser aller Beileid gilt vor allem der Familie des verstorbenen Mitarbeiters. Mit den Gedanken sind wir auch bei den Familien der schwer Verletzten, die in der Klinik in Innsbruck liegen. Inzwischen wurden wir darüber informiert, dass sie außer Lebensgefahr sind."
Seilbahnmitarbeiter sind Einheimische
Die drei Mitarbeiter der Seilbahn stammen aus dem Zillertal. Ein 29-Jähriger aus Uderns starb noch am Unglücksort. Die beiden anderen Männer - 35 und 42 Jahre alt - kommen aus Mayrhofen. Sie erlitten schwere Kopf- und Beinverletzungen. Nach Angaben der zuständigen Ärztin befinden sie sich in stabilem Zustand und sind außer akuter Lebensgefahr.
Erhebungen laufen
Die Bergung gestaltete sich schwierig. Die Unfallstelle befindet sich in unwegsamem Gelände etwa 300 Meter oberhalb der Talstation. Im Einsatz standen drei Hubschrauber, Bergretter und Alpinpolizei. Bergegondeln werden für Evakuierungsmaßnahmen, aber auch für Arbeiten an der Seilbahn eingesetzt. Zurzeit sind die Erhebungen im Gange.
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