Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Liftunglück Axamer Lizum, Bild: APA
Axamer Lizum
Freispruch für Liftbediensteten
Einen Freispruch im Zweifel hat es am Freitag am Innsbrucker Landesgericht gegeben. Es ging um das Seilbahnunglück im Skigebiet der Axamer Lizum vor zwei Jahren, bei dem vier Menschen schwer verletzt wurden.
Vier Verletzte
Es war im Februar 2005, als ein vollbesetzter Vierer-Sessellift sechs Meter in die Tiefe stürzte. Zwei Wienerinnen und zwei Deutsche erlitten damals schwere Quetschungen, Frakturen und Prellungen. Ursache für das Unglück war ein technisches Gebrechen an einer Seilrolle.
Fahrgäste hörten Geräusche
Vom Gericht wurde dennoch untersucht, ob der 49-jährige Maschinist und ein Stationsbediensteter Schuld am Unglück hatten. Nachdem Fahrgäste eigenartige Geräusche an einer Stütze gemeldet hatten, ordnete der Maschinist damals eine Kontrollfahrt an.

Der Stationsbedienstete verminderte aber nur kurz die Fahrt und ließ den Lift dann wieder normal weiter laufen. Worauf das Unglück passierte.
Urteil aufgehoben
Der vorsitzende Richter Karl-Heinz Nagele hob am Freitag das Urteil des Bezirksgerichtes, das den Maschinisten wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt hatte, auf.

Der Maschinist sei nicht verpflichtet gewesen, mehr zu tun, heißt es. Damit geht der Maschinist frei. Der Stationsbedienstete ging übrigens nicht in Berufung. Er wurde zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.
Ganz Österreich
Tirol News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News