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MI | 11.04.2012
Wach-Kreuz an Innbrücke (Bild: ORF)
nackter Jesus
Umstrittenes Kreuz auf Innbrücke aufgestellt
Innsbrucks Bürgermeisterin Hilde Zach (Für Innsbruck) hat am Freitagabend überraschend das umstrittene Wach-Kreuz aufstellen lassen. Das Kreuz steht nun auf der Innsbrucker Innbrücke.
Nackter Christus am Kreuz
Das Kreuz mit dem Kreuz des bekannten Künstlers Rudi Wach hat bereits vor 20 Jahren begonnen. Die Skulptur - ein Kruzifix, auf das ein nackter Jesus genagelt ist - sorgte damals für so viel Aufregung und Widerstand, dass es nicht an seinem ursprünglich vorgesehen Platz aufgestellt wurde.
Rudi Wach (Bild: ORF) 20 Jahre in einem Innenhof
Der Tiroler Bildhauer und Zeichner Rudi Wach hatte den gekreuzigten Jesus ohne Lendenschurz dargestellt, was bei vielen Katholiken für Unmut sorgte. Der damalige Bischof Reinhold Stecher stellte sich hinter seine Schäfchen und sprach sich gegen das Aufstellen der Christusskulptur aus. Das Kreuz wurde schließlich statt auf der Innbrücke im Arkadenhof des Innsbrucker Volkskunstmuseums platziert.
Künstler ist glücklich über jetzigen Standort
Rudi Wach war eigens aus seinem Atelier in Mailand angereist, um die Übersiedelung zu betreuen. Zuletzt hatte ihm selbst der Platz im Volkskunstmuseum gar nicht so schlecht gefallen.

Er habe ja bis jetzt nicht sehen können wie das Kreuz an der Innbrücke aussehe, so Wach. Nun sei es an dieser Stelle allerdings viel schöner und in seiner ganzen formalem Gestaltung lesbar. Nun sei er sehr glücklich, meint der Künstler.
Rudi Wach, 1934 in Hall in Tirol geboren, wurde geprägt von den Begegnungen mit Mario Marini an der Akademie Brera, mit Alberto Giacometti in Paris Ende der 50er Jahre und mit Fritz Wotruba in Wien.
Seit Freitagabend auf Innbrücke
Bürgermeisterin Zach holte das umstrittene Kunstwerk nun aus seiner Versenkung. Seit Freitagabend ziert es die Innbrücke.
Atelier in Mailand.
Wach arbeitet täglich zehn Stunden
Dass einst 20.000 Unterschriften gegen sein Kreuz gesammelt wurden, hat er verdaut. Der Bildhauer und Zeichner ist auch mit 73 Jahren ein Workaholic und arbeitet täglich zehn Stunden in seinem Mailänder Atelier. Eine große Ausstellung ist in Vorbereitung. Zeit und Ort will Rudi wach aber noch für sich behalten.
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