Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Bergsturz Einserkofel (Bild: ORF)
Sexten
Felssturz als Erdbeben registriert
Am Freitagvormittag hat sich in den Südtiroler Dolomiten im Bereich der Sonnenuhr aus fast 2700 Metern ein gewaltiger Felsbrocken gelöst. Der Felssturz wurde sogar in Innsbruck von den Instrumenten als Erdbeben registriert.
Keine Verletzten zu beklagen
Nach dem gewaltigen Naturereignis auf dem knapp 2700 Meter hohen Einserkofel in den Südtiroler Dolomiten herrscht vor allem Erleichterung, da es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Verletzten gegeben hat. Der Felssturz, der sich am Freitag um genau 9.38 Uhr im Gebiet der so genannten Sextener Sonnenuhr ereignete, wurde sogar als Erdbeben von den Instrumenten in der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik registriert.
Gewaltige Staubwolke ausgelöst
Vom Gipfelbereich des Einsers brach am Freitag ein etwa 20 Meter hoher, 30 Meter breiter und 100 Meter dicker Gesteinsbrocken ab. Ein Naturereignis, das mit dem Felssturz am Hochnissl im Karwendel vergleichbar ist, sagt der Tiroler Landesgeologe Dr. Gunther Heissl:
Dolomitstein zerklüftet und spröde
"Es ist auch eine vergleichbare Geologie, wie im Karwendel. Dieses Kalk- und Dolomitgestein ist sehr spröde und zerklüftet. In diese Klüfte kann Wasser eindringen, das dann die Reibung vermindert. Das Wasser kann auch gefrieren. So ist auch erklärbar, warum es zu solchen Ereignissen kommt."
Klimawandel mögliche Ursache
In Südtirol nehmend die Experten nach einer ersten Einschätzung an, dass die hohen Temperaturschwankungen der vergangenen Tage den Felssturz ausgelöst haben könnte.
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