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MI | 11.04.2012
Flughafen Innsbruck (Bild: ORF)
Flugsicherheit
Neues Ortungssystem für Flughafen Innsbruck
Eigens für den Innsbrucker Flughafen haben die Fluglotsen der Austro-Control ein völlig neues Ortungssystem entwickelt. Damit ist der Flugverkehr über dem Inntal sicherer. Das System könnte bald bei weiteren Flughäfen zum Einsatz kommen.
Anflug bei Nebel (Bild: ORF) Probleme mit Radarortung
Bis vor kurzem waren die an- und abfliegenden Maschinen bei Hochnebel für die Fluglotsen auf weite Strecken unsichtbar. Ein Radar, das Flugzeuge unter 3.000 Meter Flughöhe zeigt, ist im Inntal nicht machbar. Deshalb hat die Flugsicherung in Innsbruck ein völlig neues Ortungssystem entwickelt.
Ortungssystem (Bild: ORF) Verfahren international zugelassen
Jetzt werden die Signale, die jedes Verkehrsflugzeug aussendet, über viele kleine Empfangsstationen im ganzen Inntal aufgefangen. Aus den unterschiedlichen Laufzeiten der Wellen errechnet ein Computer dann die genaue Position des Flugzeuges. Alle Maschinen über dem Inntal sind so als bewegliche Punkte auf einem Bildschirm zu sehen.

Nachdem in vielen Testflügen nachgewiesen wurde, dass das System einwandfrei funktioniert wurde das Verfahren international zugelassen.
Ernst Wieser (Bild: ORF) Pionierarbeit
Motor der Entwicklungsarbeit ist der Leiter der Flugsicherungsstelle Innsbruck, Ernst Wieser. "Bei Testflügen hat sich gezeigt, dass das System eine große Genauigkeit hat. Wir haben dabei Pionierarbeit geleistet und ich bin stolz darauf, dass diese Entwicklung bei uns geschehen ist."
Weltweites Interesse
Seither interessieren sich immer wieder Delegationen von Flughäfen weltweit für das Innsbrucker System. Da es wesentlich kostengünstiger als Radar ist, rechnen die Experten damit, dass es sich bei vielen Flughäfen durchsetzen wird. Auch deshalb, weil es den Flugverkehr umweltfreundlicher macht.
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