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MI | 11.04.2012
Reithmanngymnasium (Bild: www.bildungsservice.at)
Modulare Oberstufe
Reithmanngymnasium: Neue Wege zur Matura
Als erste Schule Westösterreichs bietet das Reithmanngymnasium in Innsbruck die Modulare Oberstufe, kurz Most, an. Dabei sollen die Interessen der Schüler verstärkt in den Mittelpunkt gerückt werden.
Kein generelles "Sitzenbleiben"
Halbjahresnoten statt Jahresstoff, das Reithmanngymnasium wird künftig statt nach einem Schuljahr bereits nach einem Semester abrechnen. Ein großer Vorteil, denn ist ein Schüler in einem Fach negativ, muss er für die Wiederholungsprüfung nur mehr den Semesterstoff lernen, erklärt Direktor Max Gnigler:

"Das Sitzenbleiben, also die Wiederholung eines Schuljahres in allen Fächern wird es nicht mehr geben. Alle positiv absolvierten Fächer bleiben erhalten. Wiederholt werden müssen nur die Fächer, die negativ abgeschlossen wurden."

Der Schüler muss auch nicht alle Wiederholungsprüfungen bestehen, bis zur Matura darf er zwei Semester-Fünfer mitschleppen.

Mehr Freiheit bei Wahlfächern
Weil bei der Modularen Oberstufe alle Pflichtfächer auf ein gesetzliches Minimum reduziert werden, kann die Schule künftig mehr Wahlfächer anbieten, sagt Chemielehrer Ingo Wartusch:

"Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. So könnte man z.B. in Englisch und Musik fächerübergreifend die Musik der Rolling Stones in den 60er Jahren unterrichten. Wir wollen den Schülern die Möglichkeit bieten, möglichst ihren Interessen und Neigungen entsprechend unterrichtet zu werden."

Bereits nächstes Schuljahr sollen die ersten Schüler am Reithmanngymnasium wählen können, welche Fächer sie am meisten interessieren. Beginnen wird die Modulare Oberstufe im Herbst 2009.
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