Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Bild: APA/Parigger
Sölden
Freispruch nach Gondelabsturz
Die Strafverhandlung für den stellvertretenden Betriebsleiter der Schwarzen-Schneid-Bahn hat am Mittwoch mit einem Freispruch geendet. Der Mann war nach dem Absturz einer leeren Gondel im November 2004 wegen fahrlässiger Gemeingefährdung angeklagt.
Zeitverzögerung bei der Bergung
Der Einzelrichter sprach den 47-Jährigen frei: Aber nicht weil er alles richtig gemacht habe, der Vorfall selbst war ja für ihn unvorhersehbar und unvermeidbar gewesen. Der Betriebsleiterstellvertreter habe aber eine Zeitverzögerung bei der Bergung der Fahrgäste von 17 Minuten zu verantworten. Bei einer Bergedauer von rund acht Stunden sei das für einen Schuldspruch aber nicht ausreichend.

Er habe nicht richtig reagiert, weil er, als die Fehlermeldung am Computer erschien, sich nicht an Ort und Stelle den Fehler angesehen habe, sondern von einem EDV-Fehler ausging.

Durch sein Verhalten sei allerdings keine Verschlechterung der Bergesituation eingetreten, so der Richter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Schuldspruch in erster Instanz
Der Angeklagte war im Jänner 2006 in erster Instanz vom Innsbrucker Landesgericht schuldig gesprochen worden und zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Das Oberlandesgericht hob das Urteil auf und gab den Fall zurück zum Landesgericht. Ein ergänzendes Gutachten des Sachverständigen sollte eingeholt werden und dann neu über die Schuld des stellvertretenden Betriebsleiters entschieden werden.
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