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MI | 11.04.2012
Bild: ORF
Südtirol
Gekreuzigter Frosch sorgt für Aufregung
Ein gekreuzigter Frosch als Kunstwerk im neu eröffneten Museum für moderne Kunst in Bozen sorgt für Diskussionen. Am Rand der Eröffnung am Wochenende ist der Vorwurf der Gotteslästerung laut geworden.
Beratung über weiteren Verbleib
Die Leitung des neuen Museums berät am Montag darüber, was mit dem umstrittenen Kunstwerk geschehen soll. Das rund einen Meter hohe Werk trägt den Titel "Zuerst die Füße". Es zeigt einen grünen, ans Kreuz geschlagenen Frosch, der die Zunge herausstreckt und in einer Hand einen Bierkrug hält.

Das Werk stammt vom inzwischen verstorbenen deutschen Künstler Martin Kippenberger. Der Maler und Installationskünstler gehörte zum weiteren Kreis der "Jungen Wilden". Stets bemühte er sich gegen die traditionelle Kunstauffassung zu arbeiten und bestehende Kunstbegriffe in Frage zu stellen.
Gekreuzigter Frosch (Bild: ORF)
Durnwalder kritisiert das Kunstwerk
Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder bezeichnet das Werk als Respekt- und Geschmacklosigkeit. Kritik kommt auch von Diözesanbischof Wilhelm Egger, der Respekt vor religiösen Gefühlen einfordert.

Die Kuratorin des neuen Museums erklärte zum Hintergrund des Werkes, der Künstler habe sich in der Schaffensphase selbst als Gekreuzigter gefühlt. Er hatte zum Zeitpunkt der Entstehung einen Alkohol- und Drogenentzug gemacht. Martin Kippenberger starb 1997 in Wien an den Folgen seines Alkoholkonsums.
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