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MI | 11.04.2012
Fritz Dinkhauser (Bild: ORF)
Landtagswahl
Dinkhauser doch wieder koalitionswillig
Die Spekulationen über mögliche Koalitionsvarianten nach der Wahl gehen weiter. Fritz Dinkhauser schloss vor wenigen Tagen die ÖVP als Partner aus, heute nahm er das wieder zurück. Die ÖVP reagiert mit Kopfschütteln.
Zusammenarbeit zuerst ausgeschlossen
Am Sonntag hat er in einem ORF-Interview eine Zusammenarbeit mit eventuellen Van-Staa-Nachfolgern wie Günther Platter, Elisabeth Zanon oder Anna Hosp ausgeschlossen.

Zusammenarbeit unter Bedingungen möglich
Am Mittwoch erklärte Dinkhauser im Gespräch mit ORF Radio Tirol, dass eine Zusammenarbeit mit den genannten Personen sehr möglich sei. Bedingung dafür sei aber, dass sich die Agrarpolitik der Tiroler Volkspartei grundlegend ändere, so Dinkhauser:
"Es ist wichtig, dass sich diese drei Persönlichkeiten von der Politik des Herrn Steixner soweit distanzieren, dass sie klare Lösungsansätze präsentieren. Die Frage der Agrargemeinschaften, die Frage des Landeskulturfonds und die Frage der Privilegien. Die Bevölkerung muss wissen, wo es langgeht. Wenn diese Bedingungen erfüllt werden, kann ich mir vorstellen, dass wir ins Gespräch kommen."
Johannes Rauch (Bild: bmi) Massive Kritik von Johannes Rauch (ÖVP)
Auf wenig Gegenliebe stößt der Zick-Zack-Kurs Fritz Dinkhausers bei der ÖVP. Fritz Dinkhauser sei die Marionette seiner rot-grünen Spindoktoren, heißt es in einer Aussendung aus der VP-Geschäftsführung. Je nachdem, welcher Spindoktor sich durchsetzt, werde nahezu täglich anders angesagt, welche Koalition angestrebt wird.

„Fritz Dinkhauser beweist mit seinen sprunghaften Äußerungen, dass er für alles andere als Verlässlichkeit steht. Während die Tiroler Volkspartei den Tiroler Weg geht und für stabile Verhältnisse sorgt, legt Dinkhauser eine chaotische Vorgehensweise an den Tag. Gestern so, heute so und morgen ganz anders und am Ende Rot-Grün-Dinkhauser – das zeugt von keiner Politik, auf die sich die Menschen verlassen können. Wenn man nicht weiß, was man will, hat man in der Politik nichts verloren“, so VP-Hauptgeschäftsführer Hannes Rauch.
Grüne: "Zick-Zack-Fritz"
Die Grünen bezeichnen Dinkhauser nach seinen Koalitions-Aussagen der letzten Tage heute wörtlich als "Zick-Zack-Fritz". Herwig van Staa sagte in der ORF Pressestunde am Sonntag, Fritz Dinkhauser ändere offensichtlich mehrmals pro Woche seine Haltung. Dinkhausers Reaktion darauf am Mittwoch: "Herwig van Staa hat gesagt, dass er mit mir nicht verhandelt, gestern hat er dann geschrieben, er verhandelt doch. Er soll sich selber überprüfen. Und die Grünen: Einmal sind sie grün, einmal sind sie rot und einmal sind sie anders. Das geht in Ordnung."
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