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MI | 11.04.2012
Peter Paul Rainer (Bild: APA/Werner Nosko)
Südtirol
Mordfall-Waldner: Keine Wiederaufnahme
Im Mordfall Christian Waldner wird es kein neues Gerichtsverfahren geben. Das hat das Oberlandesgericht in Triest am Montag entschieden. Die Anwälte von Peter Paul Rainer wollten mit neuen Zeugen den Fall neu aufrollen.
Gericht bestätigt Urteil aus dem Jahr 2000
Das Urteil, mit dem Peter Paul Rainer wegen des Mordes am freiheitlichen Landtagsabgeordneten Christian Waldner zu 20 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden war, ist rechtskräftig. Das Oberlandesgericht in Triest hat in einem Revisionsverfahren das Urteil aus dem Jahr 2000 bestätigt und den Antrag der Verteidigung auf ein neues Gerichtsverfahren abgewiesen.
Rainer muss auch Prozesskosten tragen
Nach mehr als elf Jahren und acht Prozessen wurde damit der Schlusspunkt im Mordfall Waldner gesetzt. Die Verteidigung hatte neue Zeugen ausfindig gemacht, die vor dem Gericht in Triest erklärten, das Mordopfer am 15. Februar 1997 zu einem Zeitpunkt lebend in Bozen gesehen zu haben, als Christian Waldner laut Ermittler schon tot war. Rainer hätte demnach nicht der Mörder sein können. Die Richter in Triest folgten dem Antrag nicht. Rainer wird nun 60.000 Euro an Prozesskosten zu entrichten haben.
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