Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Pater Luis Gutheinz (Bild: Diözese Innsbruck)
wissenschaft
Hohe Auszeichnung für Missionare in Taiwan
Zwei Missionare mit Tiroler Wurzeln haben eine hohe wissenschaftliche Auszeichnung erhalten. Sie erhielten in Taiwan das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Sie leben und wirken seit über 40 Jahren in Taiwan.
Luis Gutheinz oder "Gu Han Song".
Theologisch-wissenschaftliche Grundlagen
Luis Gutheinz wurde 1933 in Tannheim geboren. Er studierte Philosophie in München und Theologie in Rom. 1961 kam er nach Taiwan, um die chinesische Sprache und Schrift zu erlernen.

Sein chinesischer Name lautet "Gu Han Song", was übersetzt "Tanne im Wintertal" heißt. 1963 wechselte Gutheinz auf die Philippinen, das Exil der Theologischen Fakultät von Shanghai. 1966 wurde er in Hsinchu (Taiwan) zum Priester geweiht.

1968 nahm er seine Lehrtätigkeit in chinesischer Sprache auf. Daran schlossen sich die "Jahre zwischen den Stühlen" an, wie sie der Professor für Dogmatik nennt: vier Jahre Studium in Rom. 1974 nach Taiwan zurückgekehrt, erfolgte die Berufung an die Theologische Fakultät der Katholischen Fu-Jen-Universität in Taipeh.
Einer der besten Kenner der Sprache
Gutheinz ist einer der hervorragendsten westlichen Kenner der chinesischen Sprache und des chinesischen Denkens. Seine theologisch-wissenschaftliche Arbeit findet sowohl im westlichen als auch im östlich-chinesischen Kulturkreis höchste Anerkennung.
Friedrich Weingartner.
Erforschung der Sprache der Ureinwohner
Friedrich Weingartner wurde 1918 in Meggenhofen (OÖ) geboren. Er studierte in München Philosophie und in Innsbruck Theologie. 1947 wurde er in Innsbruck zum Priester geweiht. Weingartner lebt seit 1964 in Taiwan.
Einzigartige Publikationen
Weingartner hat sich in seiner Laufbahn mit der Erforschung der Sprachen der Ureinwohner Taiwans, insbesondere der Sprache des Stammes der Saixia, beschäftigt. Mehrere seiner Publikationen gelten als einzigartig, sind sie doch die ersten schriftlichen Aufzeichnungen in chinesischer Sprache, die sich der Sprache der Ureinwohner Taiwans widmen.

Die taiwanesischen Unterrichtsbehörden haben Weingartners Forschungs- und Lehrtätigkeit und seine Leistungen im interkulturellen Austausch in besonderer Weise gewürdigt.
Anzahl der Träger beschränkt
Die Zahl der (lebenden) Träger des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst ist begrenzt auf höchstens 36 österreichische Staatsbürger und 36 ausländische Träger (je 18 für Wissenschaft und 18 für Kunst).
Ganz Österreich
Tirol News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News