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MI | 11.04.2012
Gerichtssaal am Landesgericht Korneuburg (Bild: APA/Günter Artinger)
Gericht
Freispruch für Hochenegg
Mit einem Freispruch hat ein jahrelang dauerndes Verfahren gegen den als "Wunderheiler" bekanntgewordenen Leonhard Hochenegg aus Hall geendet. Es ging um die Behandlung zweier Patientinnen mit angeblichen Naturheilmitteln.
Krebspatientin mit Naturheilmitteln behandelt
Der frühere Arzt hatte zwei Patientinnen mit angeblichen Naturheilmitteln behandelt. Eine der Patientinnen ist später an Brustkrebs gestorben.
Der Staatsanwalt warf Hochenegg schwere Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen vor. Zum einen, weil er eine Krebspatientin mit Naturheilmitteln behandelt habe, anstatt sie über die lebensgefährliche Krankheit aufzuklären und von einer Behandlung im Krankenhaus zu überzeugen. Bei einer anderen Patientin ging es um fragwürdige Schlaftropfen, die diese aus der damaligen Ordination Hocheneggs hatte.
Patientin lehnte andere Behandlung ab
Der Angeklagte selbst wies heute neuerlich jede Schuld von sich. Die Krebspatientin habe selbst jede andere Behandlung abgelehnt. Das bestätigte auch Richter Norbert Hofer in seinem Urteil - er sprach Hochenegg in beiden Fällen frei.

Eine persönliche Schuld sei nicht nachzuweisen. Der Richter betonte aber gleichzeitig, dass die Behandlungen in der Ordination Hocheneggs sämtlichen Regeln der ärztlichen Kunst wiedersprachen. Das war "jenseits von Gut und Böse", so der Richter wörtlich.
Berufsverbot für Hochenegg
Als Arzt darf Hochenegg schon seit längerem nicht mehr arbeiten - für ihn gilt ein Berufsverbot.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig
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