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MI | 11.04.2012
Christoph Platzgummer (Bild: ORF)
POLITIK
Innsbrucks Vizebürgermeister tritt zurück
Innsbrucks Vizebürgermeister Christoph Platzgummer (Für Innsbruck) hat am Freitagnachmittag überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben. Als Motiv nannte er die finanziellen Ungereimtheiten bei der Euro 2008.
Politische Verantwortung unabhängig von rechnerischer Prüfung der Fehlbeträge.
Schaden von Für Innsbruck abwenden
Platzgummer begründete seinen Schritt damit, dass er für das Finanzloch nach der Euro politisch die Verantwortung übernehme. Mit seiner Entscheidung wolle er verhindern, dass seine Gruppierung beschädigt werde, sagte Platzgummer im Gespräch mit tirol.ORF.at.

Anfang Mai war bekanntgeworden, dass die Organisation der Fanzonen bei der Euro 2008 ein Finanzloch hinterlassen hatte, das um 900.000 Euro größer war als bisher angenommen.

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"Bin kein Sesselkleber"
Er habe das Kontrollamt beauftragt zu prüfen, warum die offenen Beträge deutlich größer sind als im ordentlichen Abschluss, sagte der Nicht-mehr-Vizebürgermeister. Bis zum Ende der Untersuchungen befürchte er allerdings so viele negative Schlagzeilen, dass seine Gruppierung Für Innsbruck dadurch Schaden nehmen könnte. Das wolle er verhindern, indem er die politische Verantwortung übernehme, sagte Platzgummer.
Kein Comeback für GR-Wahl.
Kronprinz warf das Handtuch
Mit sofortiger Wirkung legte Platzgummer alle politischen Ämter zurück. "Mein Schritt ist endgültig, eine Rückkehr in die Politik, z. B. als Bürgermeisterkandidat bei der Gemeinderatswahl, schließe ich definitiv aus", sagte Platzgummer.

Platzgummer galt als Kandidat für das Bügermeisteramt nach der nächsten Gemeinderatswahl 2012 in Innsbruck. Der Stellvertreter von Bürgermeisterin Hilde Zach leitete die Ressorts Sport, Stadtplanung und Berufsfeuerwehr.

Ulrike Finkenstedt, tirol.ORF.at
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