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MI | 11.04.2012
Begräbnis (Bild: dpa/Franz Peter Tschauner)
KIRCHE
Laien werden häufiger Begräbnisse leiten
In der Diözese Innsbruck werden künftig häufiger Laien kirchliche Begräbnisse leiten. Bischof Manfred Scheuer hat per Dekret acht Männer und Frauen für die Begräbnisleitung in den Pfarren beauftragt.
Nicht an Weihesakrament gebunden
Die Männer und Frauen haben gemeinsam mit Laien der Diözese Bozen-Brixen einen entsprechenden Lehrgang besucht. Der Generalvikar der Diözese Innsbruck, Jakob Bürgler sagte dazu, der Dienst der kirchlichen Begräbnisleitung sei nicht an das Sakrament der Weihe zum Priester oder Diakon gebunden. Dennoch sei es weiterhin auch zentrale Aufgabe der Pfarrer, Verstorbene zu beerdigen und trauernde Angehörige zu begleiten.

Die theologisch gebildeten Laien würden in Zukunft zur Entlastung der Priester eingesetzt, da es diesen nicht mehr möglich sei, alle katholischen Begräbnisse zu leiten. Derzeit betreffe das Innsbruck, nach und nach aber auch den ländlichen Raum.
Recht auf Messfeier
Katholische Gläubige hätten aber das Recht auf eine Eucharistiefeier in Zusammenhang mit einer Beerdigung. Dieses Recht bleibt laut Bürgler auch weiterhin in Kraft. Wenn ein Laie oder Diakon das Begräbnis leite, könne ein Wortgottesdienst in der Kirche stattfinden und die Eucharistie dann an einem bestimmten Wochentag gefeiert werden.

Bürgler verweist außerdem darauf, dass etwa in Wien schon seit 30 Jahren Laien kirchliche Begräbnisse leiten.
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