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MI | 11.04.2012
Präsident Gaarcia von Peru, Umweltminister Brack Egg, Landtagspräsident Herwig van Staa und Rudi Heinz, Obmann des Freundeskreises Pozuzo von Silz (Bild: Valentini)
LEUTE
Tiroler Peru-Auswanderer feiern Jubiläum
Vor 150 Jahren sind über 150 Tiroler nach Pozuzo in Peru ausgewandert. Anlässlich dieses Jubiläums luden die Tiroler Auswanderer zu einem großen Fest nach Peru zu dem auch Landtagspräsident Herwig van Staa reiste.
Musikgruppe "Los Tiroleses" aus Pozuzo (Bild: pozuzo.at)
Die Musikgruppe "Los Tiroleses" aus Pozuzo.
Große Tiroler Delegation reist nach Pozuzo
Die Vereine, die sich in Tirol um Pozuzo und seinen Bewohnern beschäftigen, haben bereits seit Monaten Vorbereitungen für die Reise nach Peru getroffen. Viele Oberländer, vor allem aus Silz und Haiming, haben sich dieser Delegation angeschlossen, um in Pozuzo gemeinsam mit den Auswandererfamilien dieses Jubiläum zu feiern.

Die Tiroler Delegation führt Landtagspräsident Herwig van Staa an, um den ausgewanderten Tirolern auch die herzliche Verbindung mit der Heimat Tirol zu bezeugen. Der Tiroler Landestrachtenverband mit Vizeobmann Herbert Kolb nimmt ebenfalls mit einer großen Abordnung an diesem Besuch teil.
Umweltminister Brack Egg mit Landtagspräsident Herwig van Staa (Bild: Valentini)
Perus Umweltminister Brack Egg mit Landtagspräsident Herwig van Staa.
Umweltminister Perus mit Tiroler Wurzeln
Von Seiten des Staates Peru war in Lima bereits der erste Festakt, bei dem Präsident van Staa für seine Bemühungen um Pozuzo aus den Händen des Staatspräsidenten Alán Garcia Perez einen hohen peruanischen Orden mit Schulterband und Stern erhielt.

Die peruanische Regierung war bei diesem Festakt in der Hauptstadt mit hohen Politikern vertreten, was eine besondere Anerkennung für Pozuzo darstellt. So war auch Umweltminister Brack Egg vertreten, der ein Nachfahre der Auswandererfamilie Egg aus Silz ist.
Zweijährige Auswanderung mit Hürden
Für einige verarmte Kleinbauern war die Auswanderung Mitte des 19. Jahrhunderts der einzige Ausweg aus ihrer trostlosen Situation. Der deutsche Forscher Damian Freiherr von Schütz-Holzhausen hatte von der peruanischen Regierung den Auftrag, im Verlauf von sechs Jahren 10.000 arbeitstüchtige, kräftige, katholische Deutsche und Tiroler nach Peru zu bringen, das ihnen zur "neuen Heimat" werden sollte.

Etwa 180 Tiroler folgten als erste diesem Ruf und verließen ihre Heimat, begleitet vom erst 37-jährigen Priester Josef Egg. Im Frühsommer 1859 übersiedelte die von Abwanderungen und Todesfällen auf 165 Personen dezimierte Gruppe an den Rio Huancabamba und gründete dort endgültig die "Kolonie Pozuzo".
Auch materielle Hilfe kommt aus Tirol
Die Jubiläumsfeierlichkeiten setzen sich in Pozuzo selbst fort. Südtirol und Nordtirol haben anlässlich dieses Jubiläums eine Förderung großer Projekte vorgesehen, um dort auch in materieller Weise zu helfen und ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen.
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