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MI | 11.04.2012
Partezettel Toni Sailer (Bild: ORF)
GESELLSCHAFT
Bestürzung über den Tod von Toni Sailer
Österreichweit herrscht Betroffenheit über den Tod von Toni Sailer. Namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Gesellschaft würdigten vor allem Sailers menschliche Größe und seine identitätsstiftende Funktion nach dem Krieg.
Trauer auch in Kitzbühel
Das Ableben von Skilegende Toni Sailer hat ganz besonders in seiner Heimatstadt Kitzbühel Trauer ausgelöst. In der Hahnenkammstadt wehen die Fahnen auf Halbmast. Am kommenden Samstag wird Toni Sailer in seiner Heimatstadt feierlich zu Grabe getragen.

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BP Heinz Fischer (Bild: Apa/Hecht) Bundespräsident Heinz Fischer
Bundespräsident Heinz Fischer würdigte den Verstorbenen als Spitzensportler, der schon zu Lebzeiten eine Legende wurde. Sailer sei aber nicht nur durch seine sportlichen Erfolge zu einem Idol der Nachkriegszeit geworden, sondern habe als Spitzensportler mit vielen Talenten ein Jahr nach dem Staatsvertrag auch zu einem neuen Selbstbewusstsein in Österreich beigetragen.

"Ich erinnere mich daran, wie mich Toni Sailer als skibegeisterten Maturanten nicht nur als Spitzensportler, sondern auch wegen seiner großartigen menschlichen Qualitäten beeindruckt hat. Gerne erinnere ich mich auch an ein Frühstück mit Toni Sailer heuer im Jänner, wo der 'Schwarze Blitz aus Kitz' trotz schwerer Krankheit großen Lebensmut zeigte", sagte Fischer.
Hermann Maier (Bild: APA/Rober Jaeger) Hermann Maier
Hermann Maier reagierte auf die Nachricht vom Tod Sailers "betroffen und traurig. Er war ein unglaubliches Idol, nicht nur sportlich, sondern auch durch die Art, wie er mit seiner schweren Krankheit umgegangen ist. Die Begegnungen mit Toni bleiben mir unvergesslich, vor allem die erste, als ich als Bub am Schlepplift am Kitzsteinhorn einmal mit ihm hinauffuhr und sich ein nettes Gespräch entwickelte. Toni hat für Österreich und den Skisport jedenfalls Enormes geleistet", sagte Maier.
Platter (Bild: ORF) Landeshauptmann Günther Platter
Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) würdigte Sailer in einer Reaktion als Aushängeschild für das Land Tirol. Sein Tod sei ein Verlust für das Sportland Tirol, Platters Mitgefühl gelte jetzt Sailers Frau.

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Sportreferent Hannes Gschwentner
"Mit Toni Sailer verliert Tirol nicht nur einen verdienstvollen Ski-Pionier, sondern auch einen allseits beliebten Mitmenschen", bedauert Sportreferent LHStv Hannes Gschwentner (SPÖ) das Ableben der Skilegende. Sailer sei nicht nur als Sportler äußerst erfolgreich und in Übersee ein Pionier des Skifahrens gewesen, sondern habe die Sportart auch in Japan populär gemacht, sagte Gschwentner.
Peter Schröcksnadel (Bild: ORF) ÖSV-Präsident Schröcksnadel
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel würdigte vor allem Sailers Umgang mit seiner schweren Krankheit. Das sei fast beeindruckender als dessen sportliche Erfolge gewesen. Sailer sei ein großartiger Mensch gewesen, sagte Schröcksnadel.

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Michael Huber
Michael Huber, Präsident des Kitzbühler Ski Club, kennt Sailer seit seiner Kindheit. Kitzbühel sei traurig, sagte Huber, Sailers Tod ein Schlag. "Das ist ein großer Verlust für den KSC. Toni Sailer war die Speerspitze des KSC, national und international. Er war unser Vertreter nach außen. Toni hinterlässt ein eindeutiges Vermächtnis. Auf der einen Seite seine großen sportlichen Erfolge, auf der anderen seine menschlichen Qualitäten. Er verkörperte, dass beides zusammengehört, was nicht selbstverständlich ist. Er zeigte, dass menschliche Qualitäten wichtiger sind als das ganze Leistungsstreben."

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Peter Obernauer, Rennleiter
Der Rennleiter der Hahnenkamm-Rennen, Peter Obernauer, zeigt sich "schwer getroffen, dass mit Toni Sailer ein guter Freund von uns gegangen ist. Sicherlich haben wir gewusst, dass Toni sehr krank ist, aber zuletzt hat er sich wieder gut erholt. Es ist ein Drama und ein Riesenverlust. Ich werde versuchen, sein Vermächtnis bei den Hahnenkammm-Rennen in seinem Sinne weiterzuführen."
Karl Schranz (Bild: ORF) Karl Schranz, dreimaliger Weltmeister
Betroffenheit auch bei Karl Schranz. Sailer habe in jüngster Zeit gut ausgesehen, man dachte, er hätte die Krankheit besiegt. Die Todesnachricht sei für alle traurig. "Obwohl ich gewusst habe, dass Toni schwer krank ist, bin ich geschockt. Toni Sailer hinterlässt ein großes Vermächtnis. Er war der erste Skifahrer, der mit seinen drei Olympiasiegen den alpinen Skisport in Österreich populär gemacht hat. Er hat dem Sport einen Schub verliehen, der bis heute anhält. Toni war ein Vorbild für viele Generationen, bis herauf zur heutigen."

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Franz Klammer
Für Franz Klammer war Sailer immer ein Vorbild. Er wollte schon als Bub so sein wie Sailer, so Klammer in einer Stellungnahme. Sailer, der später Klammers Trainer war, habe Österreich den Weg gezeigt, was im Sport möglich sei.

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Minister und Parteienvertreter
Auch Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) würdigte Sailer. "Toni Sailer war nicht nur ein begnadeter Skifahrer, er hat zudem Österreich als Tourismusland in aller Welt bekanntgemacht."

Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) würdigte Sailer als Sportler, der den Wintersport in Österreich weit über seine aktive Karriere hinaus geprägt habe, unter anderem als Cheftrainer und technischer Direktor des ÖSV.

Für die FPÖ sprach Herbert Kickl von Sailer als "sportliches Idol, der ein positives Österreichbild prägte". BZÖ-Abg. Peter Westenthaler würdigte den Verstorbenen als einen der größten Sportler aller Zeiten.
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