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MI | 11.04.2012
Gerichtsakten
GERICHT
Betrunkener erfroren: OLG bestätigt Strafe
Das Oberlandesgericht hat eine bedingte Haftstrafe wegen unterlassener Hilfeleistung bestätigt. Eine Frau hatte mit zwei Bekannten einen Betrunkenen auf einer Parkbank abgesetzt. Der Mann starb daraufhin.
Drei Monate bedingt auf Probezeit von drei Jahren.
Zum Tatzeitpunkt noch Jugendliche
Anfang des Jahres war die junge Frau zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt worden.

Das Urteil des Landesgerichts - drei Monate bedingt auf eine Probezeit von drei Jahren - sah am Donnerstag auch das Oberlandesgericht als richtig an. Die Angeklagte sei zum Tatzeitpunkt erst 17 Jahre alt und damit noch Jugendliche gewesen.
Höchststrafe für Jugendliche sechs Monate
Für Jugendliche beträgt die Höchststrafe für unterlassene Hilfeleistung sechs Monate. Die Hälfte sei damals für eine bis dahin Unbescholtene verhängt worden.
Alarmierung der Rettung als Milderungsgrund
Als mildernd wertete die Richterin auch, dass die junge Frau dagegen gewesen war, den Betrunkenen auf der Bank abzusetzen, dass sie sich aber nicht gegen die Bekannten durchsetzen habe können. Außerdem war sie es, die damals schließlich die Rettung gerufen hatte.

Damit bestätigte das Oberlandesgericht das Urteil der ersten Instanz für die mittlerweile 19-Jährige: drei Monate bedingt für unterlassene Hilfeleistung.
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