Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Gipfelkreuz (Bild: ORF)
ALPEN
OeAV: Erschließungsstopp für Schutzgebiete
Zum Erschließungsstopp in Schutzgebieten, höchstrangigen Natur- und Qualitätsräumen hat der Alpenverein (OeAV) am Montag aufgerufen. Es könne nicht auf Teufel komm raus gebaut werden, so OeAV-Präsident Christian Wadsack.
Christian Wadsack (Bild: Österreichischer Alpenverein/N. Freudenthaler)
Christian Wadsack
Beschwerde bei der Europäischen Kommission
Generell sei die Hemmschwelle, Projekte in sensiblen Hochgebirgsräumen zu planen und genehmigen, in ganz Österreich gesunken, sagte Wadsack.

Bei den Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) werde man den Status einer Parteistellung in Anspruch nehmen und von der Möglichkeit einer Beschwerde bei der Europäischen Kommission Gebrauch machen, meinte Peter Haßlacher, Leiter der Abteilung Raumplanung/Naturschutz des OeAV.
Peter Haßlacher (Bild: OeAV)
Peter Haßlacher
Appell an die Regierung
Der Alpenverein werde aktiv sein und alle rechtlichen Möglichkeiten in Anspruch nehmen, richtete Haßlacher das Wort an die Tiroler Landesregierung, welche besonders in drei Fällen handeln müsse.

Das Ruhegebiet Kalkkögel im nördlichen Teil der Stubaier Alpen müsse erhalten bleiben, weil technische Erschließung in Ruhegebieten von vornherein ausnahmslos verboten sind.
Piz Val Gronda (Bild: OeAV)
Piz Val Gronda
Dasselbe gelte für die Erschließung des schweizerisch-österreichischen Grenzberges Piz Val Gronda in Ischgl. Es sei kein Schutzgebiet, verfüge aber über prioritäre Lebensräume nach den Fauna-Flora-Habitat-Richtlinien, die nicht verletzt werden dürften.

Als drittes Projekt kritisierten sowohl Wadsack als auch Haßlacher das Skischaukelprojekt "Sexten-Sillian" an der Grenze zwischen Süd- und Osttirol.

Diese Landschaftsräume müssen unangetastet bleiben, damit wir sie auch unseren Kindeskindern noch zeigen können, sagte der OeAV-Präsident. Mit Aktionen werde man die Bevölkerung mobilisieren.
Ganz Österreich
Tirol News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News