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MI | 11.04.2012
Pitbull (Bild: APA)
LAND TIROL
Gesetzesnovelle für "gefährliche Hunde"
Die Behörde kann erst einschreiten, nachdem ein Hund zugebissen hat. Eine Gesetzesnovelle sieht vor, dass ein als aggressiv geltender Hund gemeldet werden kann. Je nachdem können dann Maulkorb, Leine oder beides verordnet werden.
Einstufung nach Gefährlichkeitsindex
Nach knapp fünf Jahren, solange ist die letzte Gesetzesnovelle her, beschäftigt sich das Land erneut mit dem Hundegesetz. Bis jetzt konnten Behörden nur einschreiten, wenn der Hund schon zugebissen hat. Mit dem geänderten Gesetz kann ein Hund der als aggressiv auffällt bei der Polizei oder bei der Gemeinde gemeldet werden.

Der Hundebesitzer wird dann mit seinem Vierbeiner per Bescheid zum Amtstierarzt beordert. Dieser untersucht den Hund genau, dabei wird das Tier nach einem Gefährlichkeitsindex eingestuft. Je nachdem können dann Maulkorb oder Leine oder beides verordnet werden.
Auf Meldungen angewiesen
Voraussetzung ist, dass Mitbürger auffällige Hunde auch melden. Dass damit dem Denunziantentum Tür und Tor geöffnet wird, glaubt der für Sicherheit in der Stadt Innsbruck zuständige Amtsvorstand Elmar Rizzoli nicht. Wird ein Hund als aggressiv gemeldet, werden wir ganz genau nachfragen, so Rizzoli.
Liste mit Kampfhunderassen abgeschafft
Laut Statistiken beißen sogenannte Kampfhunde wie Pitbull, Rottweiler usw. nicht am häufigsten zu. Auch der Deutsche Schäferhund, der Spitz und viele Mischlingshunde beißen zu. Deshalb gibt es in Tirol auch die Liste mit den 17 gefährlichsten Kampfhunderassen nicht mehr.

Frühere rechtliche Bestimmungen, wie etwa eine Bewilligungspflicht zum Halten von "Kampfhunden" sowie psychologische Tests für ihre Halter haben nicht viel genützt.
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