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MI | 11.04.2012
Ernst Vettori (Bild: APA/Gindl Barbara)
SPORT
ÖSV: Ernst Vettori folgt Toni Innauer
Der 45-jährige Absamer Ernst Vettori wird neuer Nordischer Direktor für Sprunglauf und Nordische Kombination. Er folgt Toni Innauer in dieser Position, der den ÖSV verlasst. Ernst Vettori war bisher als Marketingleiter der Nordischen tätig.
Toni Innauer. Bild: sport.ORF.at 22 Jahre im österreichischen Skiverband
Mit Toni Innauer legt einer der erfolgreichsten Sportfunktionäre Österreichs sein Amt zurück. Innauer, der 1980 Olmypiasieger auf der Normalschanze geworden ist, war nach seinem Karrierende Trainer. Seit 1993 war der Vorarlberger Sportdirektor der Nordischen und hauptverantwortlich für den Höhenflug der heimischen Springer und Kombinierer.

Nach über zwei Jahrzehnten im ÖSV hat er nun seinen mit Saisonende ablaufenden Vertrag nicht mehr verlängert. Die Ankündigung noch vor den Olympischen Spielen in Vancouver Mitte März ein neues Buch zu veröffentlichen, war wohl ein kleiner Hinweis auf das bevorstehende neue Kapitel im Leben des Toni Innauer.
Vorträge und "Trainertätigkeit" ausbauen
Wie Toni Innauers Zukunft aussehen wird, ließ der 51-Jährige am Mittwoch offen. "Ich habe versprochen, zumindest für ein Jahr nicht zu einem anderen Verband zu gehen", sagte der Vorarlberger, der ein späteres Comeback beim ÖSV nicht ausschloss. "Es gibt einige Angebote. Ich nehme mir nun die Zeit, in Ruhe zu sondieren." Der studierte Psychologe will seine Vorträge und "Trainertätigkeit" bei Wirtschaftstreibenden ausbauen.
Vettori arbeitete bisher im Marketing des ÖSV
Auch Ernst Vettori war ein äußerst erfolgreicher Skispringer. Vor 18 Jahren hatte Ernst Vettori unter Trainer Toni Innauer als dritter Österreicher Olympia-Gold im Skispringen erobert, mit sofortiger Wirkung folgt er Innauer als ÖSV-Sportdirektor für Skispringen und Nordische Kombination nach.

Ernst Vettori hatte gemeinsam mit seinem Absamer "Zwilling" Andreas Felder den Sprungsport in Österreich in den 80er und frühen 90er Jahren entscheidend mitgeprägt. Vettori feierte 15 Weltcupsiege, gewann zweimal die prestigeträchtige Vierschanzentournee. Ein Weltcup-Gesamtsieg blieb ihm versagt - er wurde dreimal Zweiter - doch zwei Olympia- und fünf WM-Medaillen waren mehr als eine Entschädigung.

Als Sportdirektor ist Vettori neben dem Springen auch für die Nordische Kombination verantwortlich. Dieses Metier ist ihm keineswegs fremd. Sein Vater Wilfried hat als langjähriger Trainer und Referent diese Sparte salonfähig gemacht, sein 18-jähriger Sohn Nils zählt zum hoffnungsvollen Nachwuchs im ÖSV.
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