Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Simulation der Graßmayrkreuzung (Bild: RMS / Hohenauer)
INNSBRUCK
Mittelgebirge-Stadt: Vier Minuten Zeitersparnis
Seit einem Jahr soll in Innsbruck der laut Stadt modernste Verkehrsrechner Zentraleuropas dafür sorgen, dass der Verkehr flüssiger läuft. Als erstes wurde der Südring an den Verkehrsrechner angeschlossen.
Als nächstes soll die Haller Straße an den Verkehrsrechner angeschlossen werden.
Verantwortliche zufrieden
Die drei Millionen Euro, die in den Verkehrsrechner investiert wurden, haben sich für den Innsbrucker SPÖ-Verkehrsstadtrat Walter Peer gelohnt. Von der Kranebitter Allee bis zum DEZ wird der Verkehr nun über den Rechner gesteuert. "Der Südring ist die stärkst befahrene Straße Westösterreichs - außerhalb der Autobahnen", erläutert Peer. 40.000 Pkws fahren dort am Tag. Seit der Einführung des Verkehrsrechners ist für ihn eine Verbesserung spürbar.
Ein Beispiel
Die Fahrt vom westlichen Mittelgebirge ins Innsbrucker Stadtzentrum dauerte vor der Installierung des Verkehrsrechners durchschnittlich 16 Minuten. Nun schafft man die Strecke in zwölf Minuten, rechnet Stadtrat Peer vor.
Umbau für den Computer
Abgesehen von 16 neuen Ampelanlagen am Südring gibt es auch in den Boden eingebaute sogenannte Induktionsschleifen. Sie leiten die aktuellen Verkehrsdaten an den Rechner weiter und der kann reagieren.

Wer sich über Kreuzungen mit oft langer Wartezeit wie bei der Ottoburg aufrege, dem sagt Peer: "Die Ottoburg ist noch gar nicht an den Rechner angeschlossen. Gerade im Verkehr gilt aber: Jeden Menschen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann."
Vorrang für Öffis
Der Verkehr wird in Innsbruck in den nächsten Jahren weiter zunehmen, so die Prognose. Mit Hilfe des Verkehrsrechners sollen aber Staus vermieden und der öffentliche Verkehr gefördert worden.
Fußgänger haben weniger lang grün
Die Grünphasen für die Fußgänger seien am Südring übrigens um ein Viertel reduziert worden, um den Verkehrsfluss für die Fahrzeuge zu verbessern. Das gehe sich gut aus. Behinderte oder ältere Menschen, die mehr Zeit brauchen, können mit Hilfe eines Druckknopfs die Grünphase verdoppeln. Das sei eine Innovation, so Peer.
Ganz Österreich
Tirol News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News