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MI | 11.04.2012
Silvius Magnago (Bild: APA)
SÜDTIROL
Alt-LH Silvius Magnago gestorben
Südtirols Altlandeshauptmann Silvius Magnago ist am Dienstag im 97. Lebensjahr im Bozner Krankenhaus verstorben. Magnago hat als Obmann der SVP und als langjähriger Landeshauptmann die schwierige Nachkriegszeit geprägt und Südtirol in die Autonomie geführt.
Magnago wurde am Freitag ins Regionalkrankenhaus eingeliefert, sein Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Tagen verschlechtert.
Silvius Magnago war 28 Jahre lang Landeshauptmann
und 34 Jahre SVP-Obmann.
"Vater der Südtiroler Autonomie"
Der am 5. Februar 1914 in Meran geborene Magnago wurde im Zweiten Weltkrieg schwerst verletzt und verlor ein Bein.

Seine politische Laufbahn startete 1947 auf der ersten SVP-Landesversammlung. Noch im selben Jahr war der promovierte Jurist mit von der Partie, als einige hundert Südtiroler mit einem Protestmarsch auf die Bozner Präfektur, den Sitz des römischen Regierungsvertreters, gegen die Nichterfüllung des Pariser Abkommens protestierten.

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Abschluss des Südtirol-Paktes
Die "große Stunde" kam für Magnago am 17. November 1957: Vor rund 35.000 Südtirolern rief er auf Schloss Sigmundskron bei Bozen die legendäre Parole "Los von Trient!" aus.

Neben Sigmundskron 1957 war der Abschluss des Südtirol-Paktes ein zweiter wichtiger Markstein im Leben des Politikers.
Einen persönlichen Triumph konnte Magnago am 22. November 1969 einfahren, als er mit hauchdünner Mehrheit als Sieger aus der über das Paket entscheidenden Landesversammlung hervorging.

Nach langwierigen Autonomieverhandlungen zwischen Bozen, Wien und Rom war es dem Pragmatiker Magnago gelungen, mit einer dünnen Mehrheit von 52,8 Prozent seiner Partei das Einverständnis für das sogenannte Paket, die neue Südtirolautonomie mit ihren 137 Schutzbestimmungen, abzuringen.
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