Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Bild: APA
Protest
DAV gegen Kraftwerk im Rofental
Die Sektion Berlin des Deutschen Alpenvereins (DAV) hat am Samstag gegen die Kraftwerkspläne der Tiwag im Rofental protestiert. Man werde es nicht zulassen, dass Vent, der Geburtsort des Deutschen Alpenvereins, zerstört werde. 
Weit höher als Staudamm im Kaunertal
Der Rofentalspeicher als Oberstufe für eine Erweiterung des Kaunertalkraftwerkes wäre mit einer Dammhöhe von 170 Metern weit höher als der Staudamm im Kaunertal und mit einem Fassungsvermögen von 96 Mio. Kubikmetern eineinhalb Mal so groß wie der Finstertalspeicher im Kühtai, sagt der DAV. Insgesamt zwölf Bäche würden dem Kraftwerksprojekt zum Opfer fallen.
DAV fürchtet um Rentabilität der Hütten
Die Sektion Berlin, bei der es sich nach eigenen Angaben um eine der größten und ältesten Sektionen des Deutschen Alpenvereins handelt, besitzt im Gebiet von Vent die Martin-Busch-Hütte, das Hochjoch-Hospiz und das Brandenburger Haus. Alle drei Schutzhütten würden von derartigen Eingriffen massiv geschädigt, wurde betont.
256 Hektar Grundbesitz würden geflutet
Vor allem aber sei die Sektion Berlin mit 256 Hektar Grundbesitz genau in jenem Bereich des hinteren Rofentales unmittelbar betroffen, der bei einer Realisierung des Projektes geflutet werden soll. Der DAV wies darauf hin, dass Experten in ihrem Vorprüfungsbericht dieser Tiwag-Option unter allen Kaunertal- und Ötztal-Varianten die besten Chancen auf eine Umsetzung eingeräumt hätten.

"Unser Vent darf nicht zerstört werden"
"Hier hat Pfarrer Franz Senn seinerzeit die Idee zu unserem Verein gehabt, hier im Widum von Vent hat er die Statuten des DAV ausgebrütet, und hier unter den frühen Alpinisten hat er die Proponenten für die Vereinsgründung im Jahre 1869 gewonnen. Wir sind ihm unendlich dankbar, und wir werden es nicht zulassen, dass sein Vent, unser Vent zerstört wird", hieß es. 
Ganz Österreich
Tirol News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News