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MI | 11.04.2012
Bgm. Hilde Zach (Bild: APA/Parigger)
POLITIK
Reaktionen zum Tod von Hilde Zach
Der Tod der langjährigen früheren Innsbrucker Bürgermeisterin löst Betroffenheit über politischen Grenzen hinaus aus. Gewürdigt wird eine couragierte Persönlichkeit, deren Resolutheit auch polarisierte.
Herwig van Staa (Bild: ORF) Herwig van Staa: Tief betroffen
Tiefe Betroffenheit über das Ableben der Altbürgermeisterin herrscht bei den politischen Wegbegleitern von Hilde Zach - Landtagspräsident Herwig Van Staa hat über lange Jahre eine enge nicht nur politische Freundschaft mit Hilde Zach verbunden.
Herwig van Staa über seine Weggefährtin
Stadt Innsbruck war das Kind von Zach
"Es war einfach etwas was sich wahrscheinlich nicht wiederholen wird.

Hilde Zach und ich waren so eng verbunden - politisch und auch familiär, dass wir in letzter Zeit fast täglich in Verbindung standen.

Hilde Zach hat ein Leben gelebt voller Einsatz für andere Menschen wie ich das noch nie bei einem anderen Menschen erlebt habe.

Hilde Zach war persönlich ja kinderlos – Sie hatte nur ein Kind und dieses Kind war die Stadt Innsbruck."
Im folgenden Gespräch mit Georg Laich spricht Landtagspräsident Herwig van Staa über seine persönliche Freundschaft mit Hilde Zach.

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Günther Platter (Bild: ORF) LH Günther Platter: "Große Tirolerin"
Landeshauptmann Günther Platter ehrt Zach als leidenschaftliche Innsbruckerin und eine große Tirolerin.
"Hilde Zach hat zweifelsohne zu den prägendsten politischen Persönlichkeiten der vergangenen Jahre und Jahrzehnte gezählt. Ihr ganzes politisches Leben war von einer tiefen Verbundenheit mit den Menschen in ihrer Heimatstadt geprägt. Hilde Zach war Tag und Nacht für ihr Innsbruck da. Was sie alles für Innsbruck geleistet hat, wird sich noch in vielen Jahren zeigen."

"Ich persönlich trauere nicht nur um einen großartigen Menschen, sondern auch einen wichtigen Gesprächspartner, mit dem man leidenschaftlich um Lösungen für Stadt und Land ringen konnte. Bei all diesen Diskussionen stand immer das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Ob ihr etwas persönlich oder politisch nützlich war, das hat sie nie interessiert. "

"Heute trauert nicht nur ihre Stadt, sondern das ganze Land Tirol. Wir verneigen uns in tiefer Ehrfurcht vor einer leidenschaftlichen Innsbruckerin und einer großen Tirolerin."

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Christine Oppitz-Plörer, Hilde Zach (Bild: ORF) BM Oppitz-Plörer: Zach hinterlässt Spuren
Hilde Zachs politische Nachfolgerin Christine Oppitz-Plörer meinte Sonntagfrüh in einer ersten Reaktion, dass Zach eine Ära in Innsbruck geprägt habe.
"Das Mitgefühl heute gilt Ihrer Familie und ich weiß, dass sehr viele Menschen sie vermissen werden, weil sie gerade in letzter Zeit ihr sehr nahe gestanden sind.

Ich behalte sie persönlich in Erinnerung als eine Frau, die sehr viel Anteil am Geschehen rund um sie herum genommen hat und zwar an Menschen aber auch an Dingen. Dabei wurde sie immer von dem Ziel getragen, etwas zu bewegen, weil sie wirklich Spuren in dieser Stadt und bei den Menschen hinterlassen wollte. Und das ist Ihr auch gelungen."

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Weitere Reaktionen
Aus allen politischen Parteien kommen Stimmen zu Zachs Tod. Gewürdigt wird die Verstorbene als couragierte, überzeugte Politikerin und schillernde Persönlichkeit.

Josef Pröll - ÖVP
"Eine starke Frau, der Innsbruck und Tirol viel verdanken. Die Strahlkraft Hilde Zachs ging weit über die Grenzen Tirols hinaus. Die ÖVP trauert um den Verlust einer starken Frau und guten Freundin."

Gisela Wurm - SPÖ
"Sie war ein 'role model' - sowohl in ihrer Funktion als auch in ihrer persönlichen Herangehensweise an die Politik - und hat damit vielen Frauen Mut gemacht, selbst politisch aktiv zu werden."
Marie-Luise Pokorny-Reitter und Ernst Pechlaner: „Ihr politisches Wirken war von einem großen Gestaltungswillen geprägt (...). In der politischen Auseinandersetzung war sie eine geradlinige, authentische und auch konsequente Gegnerin, wenn sie ihre Ziele verwirklichen wollte. Dabei wusste Hilde Zach aber immer zwischen politischen und menschlichen Angelegenheiten zu unterscheiden."

Liste Fritz - Bürgerforum Tirol
"Hilde Zach hat einen eigenständigen und mutigen Kurs eingeschlagen und ist ein Beispiel für Mut, Zivilcourage und Bürgernähe. (...) Sie ist nicht am Gängelband einer politischen Gruppierung gehangen, nicht zuletzt deshalb habe ich sie gemocht!", sagt Fritz Dinkhauser.

Die Grünen
Für Uschi Schwarzl, langjährige politische Kontrahentin und gleichzeitig Weggefährtin der ehemaligen Bürgermeisterin, ist gewiss: "Hilde Zach ist eine der Personen, die in das Gedächtnis der Stadt eingehen wird."
"Hilde Zach war ein hilfsbereiter, geradliniger, offener Mensch", drückt die Landessprecherin der Tiroler Grünen, Ingrid Felipe, ihre Anteilnahme aus.

Gerhard Huber - BZÖ Tirol
"Ihr Tatendrang und ihre Entschlossenheit, ihre Visionen für Innsbruck zu realisieren, aber vor allem ihre unkonventionelle, herzerfrischende Art (...) werden den Innsbruckerinnen und Innsbruck in Erinnerung bleiben."
Hilde Zach war Trägerin der großen Julius Raab-Medaille, die sie für ihre Verdienste um den Österreichischen Wirtschaftsbund erhalten hatte.
Wirtschaftsbund
"Als Obfrau des Wirtschaftsbundes Innsbruck Stadt hat sie insbesondere die Interessen der Wirtschaft in der Tiroler Landeshauptstadt mit voller Überzeugung und aus ganzem Herzen vertreten", so Wirtschaftsbund-Präsident Christoph Leitl und Wirtschaftsbund-Generalsekretär Abg.z.NR Peter Haubner.

Patrizia Zoller-Frischauf und Jürgen Bodenseer:
Hilde Zach war eine "(...) Chefin, der man nichts vormachen konnte. Sie kümmerte sich bis ins letzte Detail um den Betrieb und vor allem um die Mitarbeiter und deren Sorgen und Nöte. Diese Charaktereigenschaft brachte sie auch in den Wirtschaftsbund mit".

Als Bürgermeisterin war Hilde Zach "keine einfache, sie war keine, die sofort und ohne Widerspruch 'ja' sagte. Aber wenn es einmal eine Zusage gab, dann wusste man, dass Hilde Zach diese zu hundert Prozent einhält."
Bild: APA (zach hilde bpr. fischer orden)
Noch ein Ehrenzeichen: Hilde Zach 2006 bei der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichens durch Bundespräsident Heinz Fischer
Bischof Manfred Scheuer: "Hilde Zach hatte eine schnörkellose Frömmigkeit, die sich (...) vor allem auch in der Zeit ihrer Krankheit gezeigt hat."
Kirche
Bischof Manfred Scheuer zollt insbesondere der gelebten Herzlichkeit und Nächstenliebe der Altbürgermeisterin Respekt, die stets einen Blick für die Kleinen und das Kleine hatte. "Sie war sich für nichts zu gut, sie hat zu Jeder und Jedem Zugang gesucht und auch gefunden."
Der Leichnam der verstorbenen Politikerin soll in den nächsten Tagen in der Georgskapelle im Landhaus aufgebahrt werden, um der Bevölkerung die Möglichkeit zum Abschiednehmen zu geben. Termine für die Trauerfeierlichkeiten gibt es noch nicht.
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