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MI | 11.04.2012
Playcastle
Neustart mit Hindernissen
In Seefeld steht das Playcastle vor einem Neubeginn mit neuem Betreiber und neuem Konzept. Doch vor dem offiziellen Neustart ziehen Gewitterwolken über dem Märchenschloss auf. Grund dafür ist der Berater der Betreibergesellschaft.
Verfahren wegen Insolvenzverschleppung
Hans Georg Müller Risch ist Unternehmensberater im deutschen Andechs und als solcher auch maßgeblich am Neustart des Playcastle beteiligt.

Was er aber auch ist, und das sorgt rund um das Märchenschloss für Gesprächsstoff, er ist bei den deutschen Gerichten alles andere als unbekannt. So wurde Müller-Risch 1993, wegen Insolvenzverschleppung verurteilt und inhaftiert. Derzeit läuft am Amtsgericht München ein Verfahren wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung gegen ihn.
Beraterdienste
Auch wenn in diesem Fall die Unschuldsvermutung gilt, drängt sich die Frage auf, weshalb der aktuelle Playcastle-Betreiber Reginald Rühling, dennoch auf die Beraterdienste von Müller-Risch zurückgreift.
Rühling: "Kann Rat beurteilen"
"Wenn sie so etwas wie das Playcastle betreiben, dann müssen sie Berater haben, denn sie können nicht alles aus einem Hut zaubern. Ich verlasse mich auf den Rat von Herrn Müller Risch und kann beurteilen ob dieser Rat sachgerecht ist oder nicht. Zur Vergangenheit: Da dürften sie in der deutschen Wirtschaft viele finden. Er genießt mein Vertrauen und ich habe als Geschäftsführer die Möglichkeit entsprechende Kontrollen durchzuführen."
Opfer einer Intrige
Und Müller-Risch selbst sieht sich, was das aktuelle Verfahren gegen ihn betrifft als Opfer einer Intrige: Weil von unseriösen Leuten viele falsche Informationen an die Öffentlichkeit gebracht würden.
Müller-Risch: "Persönlicher Schaden"
"Es ist richtig, dass mir 1993 innerhalb meiner Beratertätigkeit ein Fehler unterlaufen ist. Das war vor mehr als 13 Jahren. Die Befürchtungen oder Informationen die in Tirol verbreitet wurden sind nur dafür gedacht der Person Müller Risch zu schaden, weniger dem Playcastle"
Relativ gelassen sieht man die Beratertätigkeiten von Müller Risch beim Playcastle-Eigentümer, der Hypo Tirol Bank sowie in der Gemeinde Seefeld.

Beide betonen, dass sie keine direkten Geschäftsbeziehungen mit den neuen Betreibern hätten. Sollte das Konzept der neuen Betreiber nicht aufgehen, hätten weder Gemeinde noch Hypobank finanzielle Einbußen zu befürchten. Lediglich ein neuer Betreiber müsste gefunden werden, heißt es.
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