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MI | 11.04.2012
Elisabeth Blanik (Bild: SPÖ)
POLITIK
Elisabeth Blanik neue Lienzer Bürgermeisterin
Die neue Lienzer Bürgermeisterin heißt Elisabeth Blanik (SPÖ). In einer Stichwahl am Sonntag setzte sie sich mit 713 Stimmen Vorsprung gegen den bisherigen Bürgermeister Johannes Hibler (ÖVP) durch.
10.009 Personen waren am Sonntag wahlberechtigt.
Sieg mit deutlichem Vorsprung
Bei der notwendig gewordenen Stichwahl setzte sich Elisabeth Blanik mit 55,3 Prozent der Stimmen gegen ihren Kontrahenten Johannes Hibler durch. Die Wahlbeteiligung stieg von 64,9 auf 68 Prozent. Im Vorjahr lagen zwischen Hibler und Blanik 14 Stimmen. Diesmal fiel das Votum deutlicher aus. Blanik wählten 3.717 Lienzer, Hibler bloß 3.004, was diesem einen Rückstand von 713 Stimmen einbrachte.
Johannes Hibler (Bild: ÖVP) Hibler kündigt Rückzug aus Politik an
Der bisherige Bürgermeister Hibler gratulierte seiner siegreichen Herausfordererin Blanik und kündigte zugleich seinen Rückzug aus der Politik an. Man müsse aus Niederlagen Konsequenzen ziehen, so Hibler.

Im Gespräch mit Tirol Heute zeigte sich Blanik dankbar für das Ergebnis. Sie kündigte an, für die Bedürfnisse der Lienzer ein offenes Ohr zu haben. Aus ihrer Sicht solle es auch ein konstruktives Miteinander mit der ÖVP geben.

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Blanik war seit 2004 Vizebürgermeisterin
Blanik wurde am 30. Jänner 1966 in Lienz geboren. Ihr Architekturstudium absolvierte sie an der TU Wien. Seit 18 Jahren lebt Blanik in einer Lebensgemeinschaft. Sie ist Mutter von zwei Kindern im Alter von acht und 15 Jahren.

Seit 2004 ist sie Vizebürgermeisterin in ihrer Geburtsstadt, seit 2003 Abgeordnete zum Tiroler Landtag. Seit 2010 bekleidet Blanik die Funktion der Bezirksparteichefin der SPÖ-Osttirol sowie der stellvertretenden Landesparteivorsitzenden der Tiroler SPÖ.
Hannes Gschwentner (Bild: ORF) SPÖ-Chef Gschwentner "höchst" erfreut
"Die Lienzer Bevölkerung hat sich für eine Kandidatin mit Herz und Sachverstand entschieden und der Freunderlwirtschaft und Abgehobenheit des bisherigen Bürgermeisters eine Absage erteilt", freute sich SPÖ-Vorsitzender Hannes Gschwentner in einer Aussendung.
Johannes Rauch (Bild: VP Tirol) ÖVP-Rauch: Zwiespältiges Ergebnis
Das Ergebnis der Bürgermeister-Stichwahl in Lienz sei enttäuschend, so ÖVP-Hauptgeschäftsführer Hannes Rauch in einer ersten Reaktion. Hibler sei es nicht gelungen, den Schwung, den die Volkspartei bei der Gemeinderatswahl aufgenommen hat, für sich als Person zu nutzen. Das Fazit sei daher sehr zwiespältig. Man habe die absolute Mehrheit mit der Partei gewonnen, die Persönlichkeitswahl verloren, so Rauch.
Stichwahl bei VfGH angefochten
Die SPÖ hatte das Ergebnis der ersten Stichwahl beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) angefochten und Recht bekommen. Blanik war nur 14 Stimmen hinter Hibler gelegen. Das Höchstgericht hatte argumentiert, die Gemeinde habe sieben Prozent der Wahlkarten nach telefonischer Antragsstellung ausgefertigt. Zudem seien bei persönlicher Vorsprache Wahlkarten für Familienmitglieder ohne Vollmacht ausgehändigt worden.

Unzulässige Antragsstellung über Telefon
Eine Antragsstellung von Wahlkarten über das Telefon sei nach den Bestimmungen des Tiroler Wahlrechts unzulässig, ebenso eine Übergabe einer Wahlkarte ohne entsprechende Vollmacht, begründeten die Verfassungsrichter die Entscheidung.
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