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MI | 11.04.2012
Edgar Seipenbusch (Bild: Tiroler Symphonie Orchester)
KULTUR
Ehemaliger Musikdirektor Seipenbusch tot
Der langjährige Innsbrucker Musikdirektor Edgar Seipenbusch ist tot. Er verstarb am Montag im Alter von 75 Jahren, teilte das Tiroler Landestheater am Donnerstag in einer Aussendung mit.
Offen für zeitgenössische Musik und moderne österreichische Komponisten.
Musikalisches Leben in Innsbruck geprägt
Seipenbusch habe in seiner Funktion als Musikdirektor von 1972 bis 1992 das musikalische Leben in Innsbruck entscheidend mitgeprägt. Ab 1971 hatte er bei zahlreichen Produktionen am Tiroler Landestheater die musikalische Leitung inne, zuletzt 1992 bei "Lulu" von Alban Berg.

Seipenbusch studierte an der Hochschule für Musik in Köln Geige, Klavier, Komposition und Kammermusik. Nach seinem Dirigentenstudium bei Hans Swarowsky an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien diplomierte er 1962 mit Auszeichnung. Unter anderem dirigierte er die Wiener Symphoniker, die Tonkünstler, an der Wiener Volksoper und im Rundfunk.
Orchester zwanzig Jahre lang geformt
Nach dem ersten festen Engagement in St. Pölten und vielen Gastdirigaten bekleidete Seipenbusch die Position des Ersten Kapellmeisters an der Grazer Oper. Im Jahre 1972 wurde er schließlich Musikdirektor in Innsbruck. In den zwanzig Jahren seiner Tätigkeit habe er das Orchester zu einem homogenen Klangkörper geformt.

1992 übergab er das Amt an den Niederländer Kasper de Roo. Es folgten viele Jahre der Lehrtätigkeit am Innsbrucker Konservatorium und Gastdirigate in ganz Europa. Seipenbusch hinterlässt überdies ein kompositorisches Oeuvre.
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