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MI | 11.04.2012
Gondelbahn Muttereralmbahn (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Muttereralm-Bahn: Rettung in letzter Minute
Die Sanierung der finanziell angeschlagenen Muttereralm-Bahn ist gesichert. Der Tourismusverband "Innsbruck und seine Feriendörfer" hält künftig zwei Drittel der Anteile. Die Suche nach einem Investor und Betreiber läuft aber weiter.
Die Muttereralm ist ein traditionsreiches Familienskigebiet in der Nähe von Innsbruck.
Rettungsschirm für Kleinstskigebiet
Die mit rund 16 Millionen Euro an Verbindlichkeiten finanziell schwer angeschlagene Bahn wird weiterbetrieben. Für das Kleinskigebiet wurde ein Rettungsschirm aufgespannt.

Bank erlässt 4,5 Mio. Schulden
Die Bank erlässt 4,5 Millionen an Schulden. Den Gesellschafteranteil von Bahnbetreiber Helmuth Zach von 24 Prozent übernehmen der Tourismusverband sowie die Gemeinden Mutters und Götzens. Sie zahlen 25 Jahre lang jährlich einen Fixbetrag in die Errichtergesellschaft und reduzieren so die Verbindlichkeiten.

Der Schuldenrest in Höhe von ca. sieben Millionen soll durch den laufenden Betrieb abgestottert werden.
Eifrige Suche nach Betreiber
Nach diesem Plan hält der Tourismusverband künftig zwei Drittel der Anteile. Doch eine Seilbahn zu führen gehört nicht wirklich zum Kerngeschäft eines Tourismusverbandes - und so wird hinter den Kulissen bereits eifrig nach einem Betreiber gesucht.
Mögliche Interessenten wie Eduard Fröschl, Reinhard Klier oder Heinz Schultz möchten sich nicht äußern.
Reihe von Interessenten vorhanden
"Je eher wir jemanden finden, desto besser", sagt Karl Gostner, Obmann des Innsbrucker Tourismusverbandes. Es gebe eine Reihe von Interessenten, mehr wollte der Obmann nicht sagen. Namen wie Eduard Fröschl, Reinhard Klier und Heinz Schultz fallen in diesem Zusammenhang immer wieder.

Klier und Schultz wollten sich nicht festlegen. Es gebe weder Gespräche noch genaue Zahlen zur aktuellen finanziellen Situation, erklärten die Unternehmer.
Tourismusverband würde Investitionen mittragen.
Verbindnug mit Axamer Lizum angestrebt
Ohne eine skitechnische Verbindung zwischen Muttereralm und Axamer Lizum, die als nächstes angestrebt wird, haben beide Skigebiete keine Zukunft, ist sich Gostner sicher.

Für die Verbindung der Skigebiete müssten acht bis zehn Mio. Euro für Investitionen aufgebracht werden. Auch dafür braucht man Investoren. 2,5 Mio. Euro würde in diesem Fall der Tourismusverband beisteuern, versprach Gostner.
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