Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Mord Kufstein Tatort (Bild: ORF)
CHRONIK
Später Hinweis führt zu mutmaßlichem Mörder
Nach dem Mord am Autohändler Andreas Jäger in Kufstein im Februar 2008 haben die Ermittler erstmals Details genannt, warum nun ein Kroate in Verdacht geraten ist. Wie berichtet wurde kürzlich ein Tatverdächtiger verhaftet.
Toter in Verkaufscontainer gefunden
Der Kufsteiner Autohändler war in seinem Verkaufscontainer gefunden worden. Mehrere massive Schläge auf den Kopf des Mannes haben zum Tod geführt. Am Tag des Mordes soll der 41-jährige Kroate mit dem Opfer über einen Autokauf verhandelt haben.
Walter Pupp (Bild: ORF)
Walter Pupp: "Es gibt eine eindeutige Spur."
Vertraulicher Hinweis im Sommer 2010
Im Sommer 2010 ist ein vertraulicher Hinweis bei der Polizei in Kufstein eingegangen. Demnach habe der Tatverdächtige, der immer über Geldnot klagte, plötzlich Bargeld besessen, berichtete Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes:

"Es ist beweis- und belegbar, dass er am Abend des Tattages über Geldmittel verfügte, deren Herkunft unklar ist. Er hat dann unmittelbar darauf Kufstein in Richtung Ungarn verlassen. Wir haben im Verkaufscontainer Spuren sichergestellt, die für einen automatischen Spurenabgleich qualitativ ungeeignet waren. Im Direktvergleich aber gibt es eine Spur, die eindeutig dieser Person zuzuordnen ist."
Tatverdächtiger ist nicht geständig
Der 41-jährige Kroate habe sich seit 1990 in Österreich aufgehalten, seit 2001 in Kufstein. Er sei bereits mehrere Male verurteilt worden, unter anderem wegen Körperverletzungen und Eigentumsdelikten. Zum Tatzeitpunkt sei der Kroate arbeitslos gewesen, sagte Pupp.

Weitere Ermittlungsergebnisse wollen die Ermittler nicht bekanntgeben, weil der Tatverdächtige nicht geständig ist. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Ganz Österreich
Tirol News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News