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MI | 11.04.2012
Loch im Boden (Bild: Land Tirol/Landesgeologie)
WISSENSCHAFT
Plötzliche Löcher als Gefahr für Siedlungen
Geologen machen auf die Gefahr von plötzlich auftretenden Löchern im Boden aufmerksam. Löcher im Gipskarst und ihre Gefahr für Siedlungen sind Thema am Österreichischen Landesgeologentag in Innsbruck.
Dolinen sind trichter- oder schüsselförmige Vertiefungen, die in Karstgebieten auftreten
Mehrere Tiroler Gemeinden betroffen
Laut dem Tagungsorganisator und Landesgeologen Gunther Heißel habe man in Tirol in mehreren Gemeinden das Problem, dass sich auf kleiner Fläche plötzlich der Boden auftue und sich ein dolinenartiger Trichter öffne.

Eine Lösung sei die Sammlung von Regenwässern auf Dachflächen und anderen befestigten Flächen in Kanäle. Durch die Kanäle werden sie dann zum nächsten Klärwerk, Bach oder Fluss weitergeleitet. Sonst habe man diese Wässer über Dachableitungen in den Boden versickern lassen. Die Stadt Innsbruck lasse in gefährdeten Gebieten vor einem Neubau Bodenbohrungen zur Abklärung durchführen.
Loch im Boden (Bild: Land Tirol/Landesgeologie)
Wieskapelle in Weißenbach am Lech 2005: Nur noch die Bodenplatte schaut schräg aus der Doline heraus
Treffen ein mal pro Jahr
Der Österreichische Landesgeologentag findet Donnerstag und Freitag am Grillhof statt, 28 Experten diskutieren über aktuelle Themen. Die Tagung findet einmal pro Jahr in Österreich statt und wurde heuer von der Tiroler Landesgeologie organisiert.
Sieglsee (Bild: Land Tirol/Landesgeologie)
Doppeldoline Sieglsee im Schwarzwassertal in den Lechtaler Alpen: Die wohl optisch schönste Dolinenstruktur
Weitere Themen am Geologentag
Weitere Diskussionspunkte des Geologentags sind die stark zunehmenden und teils sehr aufwendigen Umweltverträglichkeitsprüfungen, die Wasserrechtsgesetzesnovelle 2011 sowie die von der Tiroler Landesgeologie ausgearbeitete Anwendbarkeit der EU-Wasserrahmen-Richtlinie in den Behördenverfahren.
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