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MI | 11.04.2012
Arktischer See (Bild: Universität Innsbruck)
WISSENSCHAFT
Klimawandel bringt Schadstoffe in die Arktis
Je wärmer die Sommer, desto stärker sind die Fische in den arktischen Seen mit Schwermetall belastet. Das ist eine der Erkenntnisse eines österreichisch-kanadischen Forscherteams. Am Montag startet ihre 15. Expedition in die Arktis.
Sprunghafter Anstieg bei Schwermetallen
Gerade in den vergangenen fünf Jahren sei ein sprunghafter Anstieg der Schwermetallkonzentration bei den Seesaiblingen zu beobachten, so Günter Köck von der Universität Innsbruck. Über die Nahrungskette können die Schwermetalle – wie Quecksilber und Cadmium – dann in den menschlichen Körper gelangen und dort zu Schäden führen. Die Schwermetalle gelangen aus den südlichen industriellen Gebieten in die Arktis.

Das Forscherteam des Projekts "High Arctic" hat zudem beobachten können, dass die arktischen Seen in den letzten Jahren erheblich früher aufgetaut sind als noch vor 15 Jahren. In diesem Jahr seien die Seen bereits jetzt komplett aufgetaut, was in den vergangenen Jahren noch nie vorgekommen ist. Die Fische sind dadurch früher der einsickernden Metallkonzentration ausgesetzt, da sie unter Eis nichts fressen und durch das Auftauen früher Nahrung aufnehmen, heißt es.
Bis Mitte August werden zwei Teams in zehn Seen in der Umgebung von Resolute Bay und am Lake Hazen im äußersten Norden Kanadas Seesaiblinge, Wasser, Sedimente und Plankton untersuchen.
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