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MI | 11.04.2012
Amberger Hütte (Bild: Hubert Gogl)
WIRTSCHAFT
Hüttenwirte hoffen auf guten Spätsommer
Der bisherige Sommer hat manchen Berghütten Umsatzeinbußen beschert. Vor allem Hütten in 2.000 bis 3.200 Meter Höhe verzeichnen einen Rückgang in den Gästezahlen und Nächtigungen. Trotzdem bleiben einige Hüttenwirte optimistisch.
AV-Sektionen benötigen die Einnahmen für die Instandhaltung der Hütten.
Lage bisher durchwachsen
"Die Lage auf den Tiroler Schutzhütten ist heuer durchwachsen. Regen, Schnee und Kälte haben für Tirols Berghütten negative Folgen", sagt Gerald Aichner, Vorsitzender des Alpenverein Landesverbandes Tirol.

"Schlechtes Wetter trifft nicht nur Hüttenwirte, sondern auch die AV-Sektionen, die die Hütten besitzen", so Aichner weiter. Sie benötigen die Einnahmen für die Instandhaltung der Hütten, Investitionen und auch, weil die behördlichen Bestimmungen immer strenger werden.
Bergwandern nimmt insgesamt deutlich zu.
Wanderung von Hütte zu Hütte
Schlechtes Wetter sei aber nicht automatisch schlecht für Tirols Berghütten. Auf Wanderwegen seien auch bei widrigen Verhältnissen viele unterwegs, sagt Aichner. Das Bergwandern nehme insgesamt deutlich zu und Hütten, die sehr gut liegen, hätten eine stärkere Nachfrage bei den Nächtigungsgästen zu verzeichnen.
Glungezerhütte (www.glungezer.at)
Bild: Glungezerhütte
Viele ziehen ihr Programm durch
Auch für die Glungezerhütte in den Tuxer Alpen ist ein solcher Weg ein Gewinn: "Wir profitieren vom Weitwanderweg der von München nach Venedig führt", sagt Gottfried Wieser, der Wirt auf der Glungezerhütte: "Viele ziehen ihr Programm durch. Dabei ist das Wetter nicht unbedingt ein Kriterium, nicht zu kommen."

Dem restlichen Sommer sieht auch Franz Egger, Hüttenwirt der Innsbrucker Hütte in den Stubaier Alpen, optimistisch entgegen: "Es gibt einen Nachholbedarf, aber die Leute wollen hinauf und es sind viele unterwegs."
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