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MI | 11.04.2012
Prinz Max-Mario Prinz zu Schaumburg-Lippe (Bild: ORF)
CHRONIK
Schaumburg-Lippe: Keine Täuschungsabsicht
Die Universität Innsbruck will das eingestellte Plagiatsverfahren gegen Mario Max Prinz Schaumburg-Lippe nicht wieder aufnehmen. Es habe keine Täuschungsabsicht gegeben, heißt es von Seiten der Uni.
Neuerliche Vorwürfe im April 2011
Das Verfahren rund um die Beurteilung der Dissertation bzw. den Widerruf des akademischen Grades von Schaumburg-Lippe war bereits im Dezember 2010 eingestellt worden. Nachdem "Plagiatsjäger" Stefan Weber im April 2011 neuerlich detaillierte Vorwürfe gegen die Doktorarbeit von Schaumburg-Lippe erhob, wollte die Uni Innsbruck das Ergebnis einer Prüfung durch die neu geschaffene Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) abwarten.
Weber hatte die Dissertation damals als "das dreisteste und ordinärste Plagiat" bezeichnet, das ihm seit Beginn seiner Tätigkeit untergekommen sei.
Scharfe Kritik von Plagiatsjäger Weber
Weber hatte damals scharfe Kritik an der Universität geübt, weil sie das Verfahren im Dezember 2010 eingestellt hatte. Nach einer neuerlichen Überprüfung der Doktorarbeit hatte Weber der Uni vorgeworfen, "gegen ihre Verpflichtung zur Überprüfung bei auftauchendem Plagiatsverdacht zu verstoßen".

Weber hatte die Dissertation damals als "das dreisteste und ordinärste Plagiat" bezeichnet, das ihm seit Beginn seiner Tätigkeit 2005 untergekommen sei. Konkret will Weber auf mehr als 60 Prozent der Seiten Plagiate gefunden haben.
Uni: "Täuschungsabsicht nicht gegeben"
Vizerektorin Margret Friedrich ließ nun verlautbaren, dass die für den Widerruf des akademischen Grades geforderte wesentliche Voraussetzung der Erschleichung – die Täuschungsabsicht – in diesem Fall nicht gegeben sei.
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