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MI | 11.04.2012
Bild: Hofburg
EU-Präsidentschaft
Österreichs und Europa
Im Zeichen der bevorstehenden österreichischen EU-Präsidentschaft steht eine Sonderausstellung in der Innsbrucker Hofburg. Sie ist Kaiser Maximilian I., dem "Herrscher mit europäischen Visionen" gewidmet.
"Maximilian I. - Triumph eines Kaisers" ab 26. Oktober - Im
      Mittelpunkt steht europäische Politik um 1500
Österreichs und Europa
Die Ausstellung soll auf die historischen Bezüge Österreichs mit Europa hinweisen. Konkret beleuchtet sie die Rolle, die Visionen und die Wirkung Maximilians I. im europäischen Kontext.

Bereits im 16. Jahrhundert gab es eine Vereinigung vieler europäischer Länder unter der Führung des Hauses Habsburg. Durch die überragende Herrscherpersönlichkeit Maximilians I. wurde der Grundstock für die dynastischen Eroberungen und Erweiterungen durch geschickte Heiraten gelegt, so dass sein Enkel Karl V. ein Erbe antreten konnte, das weite Gebiete Europas sowie Südamerikas umfasste.
Maximilians Heiratspolitik
Diese Heiratspolitik Maximilians wird neben seiner geradezu modern wirkenden politischen Propaganda, die Dank des neuen Mediums des Buchdrucks möglich war, aufgezeigt. Originale Zeitdokumente verdeutlichen, dass auch die damaligen Medien, etwa Flugblätter und Mandate, durchaus aggressiv den Gegner treffen wollten.

Ein teilweise in Innsbruck entstandener maximilianischer Prunkharnisch samt Rosszeug und Schlachtschwert kehrt für kurze Zeit nach Innsbruck zurück. Ehrenpforte und Pergamentrolle zeigen ihre unmittelbare Vorstufe zum Grabmal, welches von der Empore der Hofkirche zu sehen sein wird.
Miniatur-Triumphzug
Den Höhepunkt der Ausstellung soll der in dieser Form noch niemals gezeigte Miniatur-Triumphzug Kaiser Maximilians I. darstellen, der eine Abfolge von wichtigen Ereignissen aus dem Leben des Kaisers auf Tafeln und Wägen zeigt:

Seine Kriege, die Heiraten Maximilians, seine Kinder und Enkel, seine Schätze und Kanonen, seine Landsknechte, Untertanen, Vorfahren und schließlich den kaiserlichen Triumphwagen mit seinen engsten Familienmitgliedern. Dieser Triumphzug wurde real nie durchgeführt.
Dreidimensionale Stereo-Präsentation
Die dreidimensionale Stereo-Präsentation des Triumphzuges soll eine beeindruckende Reise in die Vergangenheit werden. Auf Seitenscreens werden maximilianische Kunstwerke gezeigt, die einen Einblick in das kulturelle Geschehen um 1500 geben werden.
Wappenturm
Im Schnittpunkt zwischen Goldenem Dachl und Hofkirche gelegen beherbergt der Wappenturm für einige Zeit wichtige Kunstwerke. Teile davon sollen auch nach der Ausstellung präsentiert werden. Zum Abschluss der Ausstellung wird am 1. Juli 2006 ein großes maximilianisches Hoffest in der Innsbrucker Altstadt veranstaltet.
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