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MI | 11.04.2012
Schule (Bild: APA)
Lehrerausbildung
Türkisch-Unterricht nur freiwillig
In Vorarlberg müssen angehende Volksschullehrer drei Semester lang Türkisch lernen. Damit soll es den Ausländerkindern leichter gemacht werden Deutsch zu lernen. Die Lehrer in Tirol lehnen eine solche Maßnahme ab.
Falsches Signal
Würden die Lehrer im Unterricht auch Türkisch sprechen, sei das ein falsches Signal, sagt der Direktor der Lehrerausbildungsanstalt Karl Heinz Kopeitka: Die Kinder hätten dann weniger Motivation die deutsche Sprache zu erlernen.
"Unterrichtssprache ist Deutsch"
Kopeitka: "Ich denke es kann und darf verlangt werden, dass man in der österreichischen Schule sagt, die Unterrichtssprache ist Deutsch", außerdem müssten die Lehrer dann genauso tschetschenisch serbokroatisch oder italienisch lernen, sitzen doch nicht nur türkische Kinder im Unterricht, die kein Deutsch sprechen.
Landesschulrat
Entwarnung kommt auch von Bildungslandesrat Sebastian Mitterer. Türkischpflicht wie im Ländle komme in Tirol nicht in Frage sagt Mitterer.
Sebastian Mitterer: "Wenn ein Lehrer freiwillig Kurse besucht, ist das sicherlich positiv. Alle jungen Lehrer dazu zu zwingen ist meiner Ansicht nach falsch." Dass aber großer Handlungsbedarf bestehe stehe fest.
Freiwilliges Fach: "Deutsch als Fremdsprache"
Der Weg den Tirol geht sind Sprachförderung im Kindergarten, eine eigene Sprachklasse für Kinder, die gerade aus dem Ausland kommen und ein spezielles Fach für Junglehrer. Es wird ihnen aber nicht wie im Ländle Türkisch verordnet, sondern Sie können freiwillig das Fach "Deutsch als Fremdsprache" belegen.
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