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MI | 11.04.2012
Sebastian Mitterer (Bild:APA)
regierungsumbau
Auch Sebastian Mitterer tritt zurück
Der Totalumbau der Tiroler Landesregierung ist fix, das Personenkarussell dreht sich weiter. Nach dem Rücktritt von Landesrat Konrad Streiter am Montag ist nun auch der Rückzug von Bildungslandesrat Sebastian Mitterer (ÖVP) aus der Regierung fix.
Entscheidung am Nachmittag
Sebastian Mitterer hat seine Entscheidung am Montagnachmittag bei einem Pressegespräch bekanntgegeben.

Auch er galt nach dem überraschenden Rücktritt Ferdinand Eberles am Freitag als einer der möglichen Ablösekandidaten für eine Regierungsumbildung. Nach dem Rücktritt von Konrad Streiter am Montagmittag warf nun auch Bildungslandesrat Sebastian Mitterer von der ÖVP das Handtuch.
Seit 2003 in der Regierung
Der 63-jährige Wörgler gehörte seit 2003 der Regierungsmannschaft an. Als Landesrat war Mitterer für den gesamten Schulbereich zuständig, für die Universitätsangelegenheiten sowie für den Jugendschutz.
Präsident des Landesschulrats
Der Wörgler kommt aus dem Bildungsbereich. Er war jahrelang Direktor der Handelsakademie Wörgl und Präsident des Landesschulrats. Mit dem Rücktritt Sebastian Mitterers ist bereits das dritte ÖVP-Regierungsmitglied innerhalb weniger Tage aus dem Regierungsteam Van Staas ausgeschieden.

Sebastian Mitterer war, abgesehen von LH Herwig van Staa, das älteste Regierungsmitglied - zugleich aber auch jenes, das am kürzesten im Amt war. Erst 2003 hat ihn der Ruf zum Landesrat ereilt, damals als Nachfolger von Günther Platter, der als Bundesminister nach Wien gewechselt war.
Lachendes und weinendes Auge
Dass er schon zweieinhalb Jahre später die Regierungsbank wieder Räumen muss, damit hat er allerdings nicht gerechnet, wie er heute eingesteht. "Durch das Ausscheiden von Ferdinand Eberle hat sich die Situation verändert. Es macht Sinn, jetzt die große Regierungsumbildung zu machen und nicht eine kleine.

Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Ich bin alt genug und habe genug geleistet und freue mich auf meine zwei Enkel. Ich habe aber gern gearbeitet, aber nicht alle Vorhaben beendet. Deshalb ist es zwiespältig."
"Freiwilliger" Rücktritt
Wie auch bei Konrad Streiter ist der Rücktritt, so Mitterer, ein freiwilliger. Dass im Hintergrund zumindest sanfter Druck von Seiten des Landesparteichefs Herwig van Staa gekommen ist, wollte Mitterer weder bestätigen noch dementieren. Tatsache ist, dass Mitterer aus allen politischen Ämtern ausscheiden wird. Auch den Posten des amtsführenden Landesschulratspräsidenten wird der jetzt 63-Jährige nach kurzer Übergangsphase übergeben.

Als Zeitpunkt für sein Ausscheiden nannte Mitterer voraussichtlich den 31. Dezember. Er werde zum gleichen Datum ausscheiden, wie seine Kollegen, kündigte er an. Politikerpension erhalte er keine. Er bekomme eine Lehrerpension.
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