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MI | 11.04.2012
Südtirol
Pöder droht der Rausschmiss
Dem Südtiroler Landtagsabgeordneten Andreas Pöder, Union für Südtirol, droht der Parteiausschluss. Seine Kontakte zur Kalterer rechtsextremistischen Szene könnten nun Konsequenzen haben.
Großer Schaden für die Partei
Der Landtagsabgeordnete hatte im Telefongespräch mit einem inhaftierten mutmaßlichen Neonazi aus Kaltern hetzerische Äußerungen gegen den Juden Michel Friedman gut geheißen.

Der Zorn der stets um Korrektheit bemühten Eva Klotz ist groß, sie habe den Rücktritt Pöders gefordert. Die Ermittlungen, die gegen Pöder eingeleitet wurden, hätten der Partei einen großen Schaden zugefügt.
"Unglückliche Aussage"
Wie der Vorsitzende der Union für Südtirol Herbert Campidell erklärte, habe sich die Partei jahrelang bemüht, aus dem rechten Eck herauszukommen, dies sei ein schwerer Rückschlag.

Einige Parteikollegen stellen sich offiziell aber hinter Pöder: Seine hervorragende Arbeit dürfe auf Grund einer unglücklichen Aussage nicht vergessen werden.

Nun soll das Schiedsgericht der Union für Südtirol nach einem Ausweg aus dem Dilemma suchen.
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