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MI | 11.04.2012
Bild: ORF (PlayCastle Seefeld)
seefeld
Play Castle bleibt Sorgenkind
Das Playcastle bei Seefeld bleibt ein Sorgenkind. Erneut ist die Zukunft der einst hochgerühmten Immobilie mehr als ungewiss; auch die großen Pläne der derzeitigen deutschen Mieter scheinen nicht aufzugehen.
"Dornröschenschlaf"
Es schaut zwar aus wie ein Märchenschloss. Die märchenhaften Erfolge sind beim PlayCastle aber bisher ausgeblieben. Und das scheint jetzt auch beim mittlerweile dritten Miet-Betreiber, einer deutschen Gesellschaft, so zu sein. Der Schlosseigentümer, die Hypo Tirol Bank macht sich sorgenvolle Gedanken über die Zukunft der Problem-Immobilie.

Von großen Musicals war die Rede, als die deutschen Gesellschafter den Mietvertrag unterzeichnet haben. Seither ist ein dreiviertel Jahr vergangen. Bis auf ein paar Kinovorstellungen, ein Oktoberfest und ein "Bluatschink"-Konzert lag das Schloss aber weiter im Dornröschenschlaf.
Problem-Immobilie
Jetzt ist die Deutsche Gesellschaft auf der Suche nach einem Partner, unter anderem auch aus finanziellen Gründen. Das bestätigt jetzt der Schlosseigentümer, die Hypo Tirol Bank und spricht in diesem Zusammenhang von einer Problemimmobilie.
Mietvertrag läuft aus
Zu ruhig sagt der Seefelder Bürgermeister, Werner Frießer. Er hat mittlerweile kaum mehr Hoffnung, dass jemals wieder richtig Leben in das PlayCastle kommen wird: "Ich glaube realistisch, es wird nicht viele Projekte geben, die hier funktionieren könnten."
Suche nach einem neuen Partner
Erst vor kurzem ist der Schlosseigentümer, die Hypo Tirol Bank, erneut an den Seefelder Bürgermeister herangetreten. Wohl wissend, dass die deutschen Mieter auch aus finanziellen Gründen auf der Suche nach einem neuen Partner sind.

Für Josef Walch, den Geschäftsführer der Hypo Tirol Leasing, ist jetzt erneut alles offen: „Wir haben keine große Freude, es ist eine Problem-Immobilie. Aber es wird auch dafür eine Lösung geben. Die Lage ist so, dass sich etwas tun wird müssen. Wir sind überzeugt, dass die Mieter, die Betreiber, die richtigen Schritte finden werden."
Verkauf?
Am liebsten würde die Hypo Tirol Bank das Schloss verkaufen, daraus macht sie keinen Hehl mehr. Ob das mit den derzeitigen Mietern noch gelingt, ist fraglich. Der Mietvertrag läuft auf jeden Fall noch bis Mitte des Jahres. Dann wird sich die Zukunft des PlayCastle erneut entscheiden.
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